Schulleiterin Grit Pauly führte die jungen Studentinnen durch die Daniel Sanders Grundschule und erklärte das Schulk
Schulleiterin Grit Pauly führte die jungen Studentinnen durch die Daniel Sanders Grundschule und erklärte das Schulkonzept. Dr. Rita Gerlach-March vom Bildungsministerium Schwerin begleitete die Aktion Lehrer-Landpartie. Jana Schrödter
Annika Lusch studiert im zweiten und Lena Maria Wisser im zehnten Semester Lehramt für Grundschule an der Universitä
Annika Lusch studiert im zweiten und Lena Maria Wisser im zehnten Semester Lehramt für Grundschule an der Universität Rostock. Im Zuge der Aktion Lehrer-Landpartie besuchten sie am Freitag die Daniel Sanders Grundschule. Jana Schrödter
Die Referendare der Daniel Sanders Grundschule, Sophie Knispel und Wiebke Gebhardt, gaben ihre Erfahrungen an die Lehramtsstud
Die Referendare der Daniel Sanders Grundschule, Sophie Knispel und Wiebke Gebhardt, gaben ihre Erfahrungen an die Lehramtsstudentinnen weiter. Jana Schrödter
Gemeinsame Besichtigung der Hochbeete der naturnahen Schule, die unter Mitarbeit der Eltern gestaltet wurden. Jede Jahrgangsst
Gemeinsame Besichtigung der Hochbeete der naturnahen Schule, die unter Mitarbeit der Eltern gestaltet wurden. Jede Jahrgangsstufe hat ihr eigenes Beet. Jana Schrödter
Die Polizei war spontan vor Ort, um Präventionsarbeit für die Schule anzubieten.
Die Polizei war spontan vor Ort, um Präventionsarbeit für die Schule anzubieten. Jana Schrödter
Bildung

Lehramts-Studenten auf Landpartie durch Mecklenburg-Strelitz

Die Schulen umwerben künftiges Personal und die Studenten sammeln Einblicke in verschiedene Lehrkonzepte.
Neustrelitz

Gerade ländliche Schulen sorgen sich um ihre Zukunft. Personalmangel und anstehender Generationswechsel belasten die Lehrerschaft. Mit der Initiative Lehrer-Landpartie soll Abhilfe geschaffen werden. Kürzlich machten sich zwölf Lehramtsstudenten der Universität Rostock auf den Weg, um auch Schulen in Wesenberg, Mirow, Neubrandenburg und Neustrelitz zu besuchen. Ziel der Aktion sei es, die zukünftigen Lehrer nach ihrem Studium nicht nur in den Universitätsstädten Rostock und Greifswald anzusiedeln, sondern sie für das ganz Mecklenburg-Vorpommern zu interessieren. Besonders Schulen im ländlichen Raum hätten einen erhöhten Bedarf an Lehrkräften, heißt es von den Organisatoren. Es fehlten unter anderem Lehrer für die MINT-Fächer Mathematik, Physik und Informatik, aber auch an den Grundschulen. Mit von der Partie ins Strelitzer Land waren auch die Studentinnen Annika Lusch und Lena Maria Wisser. Sie haben sich an der Daniel-Sanders-Grundschule umgeschaut.

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Fingerübungen sorgen für Begeisterung

Nach einer Hospitation in der ersten Klasse waren die beiden angehenden Grundschullehrerinnen sichtlich begeistert. „Es war eine sehr ruhige und geordnete erste Klasse. Die Kinder haben nicht dazwischen geredet und sich gemeldet. In meinem Bundesfreiwilligendienst habe ich da andere Erfahrungen gemacht“, sagt Annika Lusch. Lena Maria Wisser fand unter anderem die Fingerübung mit Musik toll und wichtig. Zudem teilten die Referendarinnen Sophie Knispel und Wiebke Gebhardt ihre Erfahrungen beim Übergang von der Theorie in die Praxis. Sophie Knispel hat in Berlin studiert. Digitalisierung, offener und jahrgangsübergreifender Unterricht wurden gelehrt. Als Referendarin merke sie aber nichts von einer Digitalisierung an der Grundschule. „Man kommt digital aus dem Studium. Das bringt aber in der Praxis nichts. Bis jetzt haben wir nur digitale Rollos“, so Knispel. „Der Digitalpakt ist schon seit Längerem beschlossen. 14 Notebooks hat die Schule erhalten, in drei Wochen beginnen aber erst die Baumaßnahmen. Dann ist WLAN verfügbar“, sagt Schulleiterin Grit Pauly.

Schule setzt auf Naturnähe

Die Sanders-Grundschule setzt auf Naturnähe und baut ihr Konzept auf verschiedene Säulen, es geht um Vielfalt und Mitgestaltung. Stolz ist die Einrichtung auf ihre Schachprofis, die regelmäßig zu Turnieren fahren. Mitarbeit der Eltern sei laut Pauly wichtig, um Projekte umsetzen zu können, so „das grüne Klassenzimmer“ und damit Hochbeete für jede Jahrgangsstufe. Derzeit gründe sich der Schulförderverein. Die Schulleiterin ist optimistisch. „Junge Leute kann man nur gewinnen, wenn sie auch die Möglichkeit haben, Verantwortung zu übernehmen und sie das Gefühl haben, freundlich aufgenommen zu werden“.

Dr. Rita Gerlach-March vom Bildungsministerium Schwerin begleitete die Studentinnen. „Zehn frühere Teilnehmer der Landpartie konnten bereits durch die Initiative an ländliche Schulen vermittelt werden. 20 Prozent mehr Gehalt erwartet die Referendare, wenn sie sich für bestimmte Landschulen entscheiden“, sagt sie.

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