FEUERWEHR

Letzte Runde im Rennen um neue Löschfahrzeuge

Bis Ende des Monats können sich Kommunen im ganzen Land um Geld für kleine Feuerwehrautos bewerben. Dieses Angebot nehmen aber nicht alle in Anspruch.
Etliche Gemeinden bemühen sich um die Anschaffung eines neuen Tragkraftspritzenfahrzeugs. Denn das Land übernimmt de
Etliche Gemeinden bemühen sich um die Anschaffung eines neuen Tragkraftspritzenfahrzeugs. Denn das Land übernimmt den Großteil der Kosten. Foto: © davis - Fotolia.com
Neustrelitz.

Die Landesregierung schüttet in den kommenden Jahren Millionen für neue Feuerwehrautos aus. Zunächst sollen mit dem Programm „Zukunftsfähige Feuerwehr“ kleine Einsatzwagen, sogenannte Tragkraftspritzenfahrzeuge mit Wasser (TSF-W), angeschafft werden, um mehr als 15 Jahre alte Schrottmühlen zu ersetzen. Davon könnten vor allem die Feuerwehren in den Dörfern profitieren – sollten ihre Kommunalvertreter noch bis Ende des Monats einen Bedarf anmelden

Doch offenbar bekommen nicht alle infrage kommenden Feuerwehren so ein Auto zum Tiefstpreis. In der Mecklenburgischen Kleinseenplatte wird diese Förderung sogar überhaupt nicht in Anspruch genommen: „Es besteht Bedarf, der aber nicht in jedem Fall förderfähig ist“, sagt Karola Kahl, Leitende Verwaltungsbeamte in der Kleinseenplatte. So ist geplant, auf andere Mittel auszuweichen: „Andere Förderprogramme stehen weiterhin zur Verfügung, die wir nutzen werden.“

Ersatz für den alten Trabant

In der Feldberger Seenlandschaft könnte zumindest die Feuerwehr Triepkendorf bald mit den Mitteln des Programms um ein TSF-W aufgerüstet werden. An welchem der drei zugehörigen Standorte das Fahrzeug zum Einsatz kommt, steht laut dem stellvertretenden Bürgermeister der Feldberger Seenlandschaft, Rainer Stöhring, allerdings noch nicht fest. Aktuell sei geplant, den Trabant in Mechow zu ersetzen. „Der wird aber natürlich nicht verschrottet“, so Stöhring. Zuvor muss jedoch die dortige Unterbringung des neuen Fahrzeugs geklärt und die Beschaffung von der Gemeindevertretung Ende Februar abgesegnet werden.

Ein über 50 Jahre altes Feuerwehrauto soll gemäß der Brandschutzbedarfsplanung derweil in Fürstensee mithilfe des Programms ausgetauscht werden. Den erforderlichen Eigenanteil wird die Stadt Neustrelitz laut Sprecherin Petra Ludewig bereitstellen. Jeweils ein neues TSF-W ist ebenso für Usadel, Blumenholtz und Thurow vorgesehen. „Wir haben die seltene Chance, die Feuerwehrautos überaus günstig zu ersetzen“, sagt Kerstin Jürvitz aus dem Amt Neustrelitz-Land. Zu solchen Bedingungen könnten die Gemeinden regulär kein Fahrzeug organisieren.

Eigenanteil von 10 bis 30 Prozent

Ebenfalls optimistisch zeigen sich die Verantwortlichen im Amtsbereich Woldegk: Dort bemühen sie sich gleich um Geld für vier neue Fahrzeuge. Die Wehren in Voigtsdorf, Kreckow, Mildenitz und Hinrichshagen sollen bald ein neues TSF-W bekommen – ihre alten Autos haben alle deutlich mehr als 15 Jahre auf dem Buckel. Das Ganze muss zwar noch in Schwerin abgesegnet werden. Entscheidungsträger hätten aber bereits eine sehr gute Prognose abgegeben. Die Anschaffungskosten betragen nach Auskunft des Amtes pro Fahrzeug etwa 150  000 Euro. Aber im Rahmen des Förderprogrammes „Zukunftsfähige Feuerwehr“ müssen die Gemeinden nur einen sehr geringen Eigenanteil zwischen 10 und 30 Prozent aufbringen.

Sobald in einer nächsten Etappe des insgesamt 50 Millionen umfassenden Förderprogramms die Beschaffung größerer Feuerwehrautos in den Blick genommen wird, wollen sich viele Gemeinden wieder einhaken. Nach Rainer Stöhrings Einschätzung hilft das Programm maßgeblich dabei, dem Sanierungsstau in den Feuerwehren entgegenzukommen. Ähnlich bewertet es die Neustrelitzer Stadtverwaltung: „Das Programm des Landes ist eine große Unterstützung für Kommunen, beim Austausch veralteter Technik voranzukommen“, so Ludewig.

Die Löschfahrzeuge sollen laut dem MV-Innenministerium in den Jahren 2021 bis 2023 ausgeliefert werden.

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