Materialmangel

Lieferengpass bei Pflastersteinen – Baustelle in Neustrelitz wird nicht fertig

Die Pflastersteine sind nach wie vor knapp. Obwohl sie schon vor über einem Jahr bestellt wurden, ist längst nicht die komplette Lieferung da.
Die Bauarbeiten in der Glambecker Straße dauern nun länger als geplant. Ursprünglich sollte die Straße E
Die Bauarbeiten in der Glambecker Straße dauern nun länger als geplant. Ursprünglich sollte die Straße Ende Oktober freigegeben werden. Marlies Steffen
Neustrelitz

Die Spatzen pfeifen es schon länger von den Dächern. Nun hat es das Neustrelitzer Rathaus auch bestätigt – nachdem der Nordkurier nachgefragt hat. Die Bauarbeiten in der Glambecker Straße dauern mindestens noch bis Weihnachten. Ursprünglich sollte die Straße, die seit einem Jahr gesperrt ist, Ende Oktober wieder durchgängig befahrbar sein. Aber davon ist man auf der Baustelle weit entfernt.

Nur noch Material für weitere 60 Meter

Lediglich der erste und 60 Meter langer Abschnitt von der Louisenstraße bis Höhe Glambecker Straße 25 konnte am Mittwoch freigegeben werden. Und die Pflastersteine sind Mangelware. Nur für weitere 60 Meter hat die beauftragte Baufirma aktuell Material vorrätig. Dieses werde derzeit verarbeitet, sodass nach Fertigstellung ein weiterer Straßenabschnitt bis zur Musikschule freigegeben werden soll, machte Rathaussprecherin Petra Ludewig deutlich.

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Nicht ausreichend Steine geliefert

Der Materialmangel ist demnach auch der ausschlaggebende Grund für die verzögerten Bauarbeiten. Es wurden bislang nicht ausreichend Steine geliefert. „Aus Gründen der Pandemie sind Lieferketten und Transportkapazitäten immer noch weltweit unterbrochen beziehungsweise eingeschränkt. Diese Engpässe wirken sich zwangsläufig auch auf die Baumaßnahme Glambecker Straße aus“, so Ludewig.

Nachschub vor einem Jahr bestellt

Die von der Stadt Neustrelitz mit der Realisierung der Baumaßnahme beauftragte Firma hat ihren Angaben zufolge das benötigte Material bereits Mitte September des vergangenen Jahres bestellt. Die Lieferung war eigentlich für Ende Februar 2021 vorgesehen. Wegen der Lieferengpässe war das Vorgehen auf der Baustelle bereits umgestellt worden. So wurden die im Tief- und Kanalbau fertiggestellten Bauabschnitte mit einer Schottertragschicht mit Asphaltgranulat hergestellt, um dort die Befahrbarkeit für die Anlieger zu sichern. Informationen aus dem Rathaus zufolge hat die von der Stadt beauftragte Baufirma ausreichende Kapazitäten und ist darauf vorbereitet, die Pflasterung zügig fertigzustellen. Voraussetzung dafür ist allerdings, dass das vor über einem Jahr bestellte Material endlich komplett auch in Neustrelitz ankommt.

 

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Kommentare (1)

Das ganze Baumaterial kommt heute aus Spanien und Italien. Was hat das noch mit unserer Region zu tun? Früher hat man Steine aus der Region genommen, auf Maß gebrochen und eingebaut.