Unsere Themenseiten

:

Linke und SPD begehen den 1. Mai

Wulf Bednorz, Bürgermeister von Blankensee (rechts), hat gestern auf der Kundgebung der Linken auf dem Neustrelitzer Marktplatz zum 1. Mai eine Rede gehalten.  FOTO: Franziska Gerhardt

VonFranziska GerhardtDie Parteien haben gestern in der Residenzstadt traditionell den Tag der Arbeit gefeiert.Neustrelitz.Der Mindestlohn bestimmte die Reden. ...

VonFranziska Gerhardt

Die Parteien haben gestern in der Residenzstadt traditionell den Tag der Arbeit gefeiert.

Neustrelitz.Der Mindestlohn bestimmte die Reden. Gestern lud die Linke zum 1. Mai Bürger zur Kundgebung auf den Neustrelitzer Marktplatz ein. Thomas Sarzio, der stellvertretende Kreisvorsitzende Mecklenburgische Seenplatte der Partei, moderierte die Veranstaltung. „Es ist ein Skandal, wie viele Beschäftigte mit Niedriglöhnen abgespeist werden“, sagte er und forderte einen flächendeckenden gesetzlichen Mindestlohn in Höhe von zehn Euro pro Stunde. Das würde auch die Steuerzahler entlasten, sagte Sarzio. Schließlich bekämen allein im Kreis Mecklenburgische Seenplatte 4272 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte Hartz IV-Leistungen, weil ihr Lohn nicht zum Leben reiche.Auf der Kundgebung sprachen außerdem der Bürgermeister von Blankensee, Wulf Bednorz, Sabine Tiedt von der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) sowie Heidrun Bluhm, Mitglied des Bundestages. Sie kritisierte die ungleiche Verteilung des Vermögens in Deutschland und forderte eine Umverteilung des privaten Reichtums.
Der Neustrelitzer Ortsverein der SPD traf sich zum Tag der Arbeit im Tiergarten. Kreistagsabgeordneter Holger Pflugradt berichtete vom Wahlkampf seiner Frau Jeannine Pflugradt, Kandidatin für den Bundestag. „In fünf Monaten ist Wahl, der Wahlkampf ist in vollem Gange“, sagte er. „Wir haben gut zu tun und sind am Ball.“ Als nächstes sei eine Postkartenaktion geplant, um die Bürger auf die Möglichkeit der Briefwahl aufmerksam zu machen.
Falko Herschel, Geschäftsführer der Neustrelitzer Wohnungsgesellschaft (neuwo), stellte bei dem Treffen den Stand der Sanierung auf dem ehemaligen Krankenhausgelände vor. Der Umfang des Projekts betrage 10 Millionen Euro, es sei damit die größte bisherige Herausforderung für die neuwo. Dort entstehen insgesamt 45 Mietwohnungen. Das Projekt werde parteiübergreifend unterstützt, sagte Herschel.

Kontakt zur Autorin
f.gerhardt@nordkurier.de