DENKMALTAG

Luisen-Gedenkstätte offen – Vereine laden nach Liepen und Klein Vielen

Viele Stätten öffnen sich in diesem Jahr zum Aktionstag nur in digitaler Form. Einige Denkmalbauten können in der Region dennoch besucht werden, so auch die Luisen-Gedenkstätte.
Die Luisen-Gedenklstätte in Hohenzieritz ist ein beliebtes Ausflugsziel. Am Denkmaltag haben Besucher freien Eintritt.
Die Luisen-Gedenklstätte in Hohenzieritz ist ein beliebtes Ausflugsziel. Am Denkmaltag haben Besucher freien Eintritt. Ulrich Krieger
Die Gedenkstätte für Preußenkönigin Luise (1776-1810) im Schloss Hohenzieritz ist am Sonntag zum Denkmalt
Die Gedenkstätte für Preußenkönigin Luise (1776-1810) im Schloss Hohenzieritz ist am Sonntag zum Denkmaltag für Besucher geöffnet. Bernd Wüstneck
Die Grünberg-Orgel in der Liepener Kirche ist seit Längerem defekt und soll wieder in Gang gebracht werden.
Die Grünberg-Orgel in der Liepener Kirche ist seit Längerem defekt und soll wieder in Gang gebracht werden. Verein Kirche Liepen
Für die Jahn-Kapelle in Klein Vielen sind Restaurierungsarbeiten angelaufen. Mit der Geschichte des Gebäudes befasst
Für die Jahn-Kapelle in Klein Vielen sind Restaurierungsarbeiten angelaufen. Mit der Geschichte des Gebäudes befasst sich zum Denkmaltag auch ein Vortrag. Archiv
Seenplatte.

Der Tag des offenen Denkmals findet in Mecklenburg-Strelitz in diesem Jahr offiziell nur in digitaler Form statt. Dennoch können einige Kirchen, Gedenkstätten und Sehenswürdigkeiten unter Einhaltung der Corona-Auflagen besucht werden.

Freien Eintritt gewährt am Sonntag zum Beispiel die Luisen-Gedenkstätte im Schloss Hohenzieritz. Sonderführungen und andere Aktionen werden diesmal jedoch nicht angeboten. Bei hohem Besucherandrang müsse mit Wartezeiten gerechnet werden, da nur eine bestimmte Anzahl an Personen gleichzeitig in die Räume darf, hieß es.

Musik für Besucher aufgenommen

Auch der Förderverein der Liepener Kirche und Orgel nimmt am Tag des offenen Denkmals teil, und das sogar doppelt. Digital stellt sich der Verein mit einem Video vor, welches schon jetzt auf Youtube zu finden ist und am Sonntag auch auf der Webseite zum Denkmaltag abrufbar sein wird (der Nordkurier berichtete). Zudem können Besucher am 13. September zwischen 11 und 18 Uhr einen Blick in die kleine Dorfkirche werfen. Besondere Aufmerksamkeit will der Verein dieses Jahr auf die restaurierungsbedürftige Orgel lenken. Die original erhaltene Grüneberg-Orgel ist leider nicht mehr spielbar. Dennoch sollen die Besucher einen Eindruck davon bekommen, wie Orgelmusik in der Kirche klingt. Dazu hat Vereinsmitglied Michael Obst auf dem Instrument im benachbarten Kratzeburg ein paar Stücke eingespielt, die am Sonntag in der Liepener Kirche zu hören sind. Spenden für die Sanierung von Orgel und Empore sowie die Wiederherstellung der Bleiglasfenster und die Ausbesserung des Mauerwerks sind willkommen.

Jahn-Kapelle: Vortrag und Besichtigung

Nur wenige Kilometer weiter kann zudem am Sonntag die Jahn-Kapelle auf dem Klingenberg in Klein Vielen besucht werden. Lange lag der Bau im Dornröschenschlaf und verfiel zusehends, bis sich 2015 ein Förderverein gründete, um eine Restaurierung anzuschieben. Die Arbeiten sind inzwischen angelaufen. Das stabile Bau-Gerüst erlaubt jetzt, den Bauschmuck der beiden Dach-Etagen von Nahem anzusehen. Momentan kann man die ersten der gerade wieder errichteten Fialen – laut Duden schlanke, spitze gotische Türmchen – bestaunen.

Wer an der Geschichte der Kapelle und der Gutsbesitzerfamilie Jahn interessiert ist, kann schon am Sonnabend, 12. September, den Klein Vielenern einen Besuch abstatten. Da lädt der Klein Vielen e.V. um 14.30 Uhr in den Tanzsaal am Park zu einem Vortrag mit Prof. Dr. Hermann Behrens von der Hochschule Neubrandenburg ein. Er hat sich mit der Familie der Jahns befasst, die das Gut Klein Vielen von 1815 bis 1880 bewirtschaftete. Im Mittelpunkt des Vortrags stehen die neuesten Forschungsergebnisse zur Herkunft der Familie. Behrens konnte unter anderem die verwandtschaftlichen Beziehungen der Klein Vielener Jahns zum bekannten „Turnvater“ Jahn herausfinden. Zudem zeigt das „Reallabor Landschaft“ der Hochschule Neubrandenburg eine Ausstellung zur Siedlungsgeschichte zwischen Lieps und Havelquelle.

 

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