FAHRZEUG-KORSO

Mahnwache für Vielfalt vor Neustrelitzer Stadtkirche

In Neustrelitz stellte sich das Netzwerk „Vielfalt statt Einfalt“ am Wochenende gegen eine von der AfD mitgetragene Protestaktion.
Eine Mahnwache richtete sich an der Stadtkirche gegen ein Fahrzeug-Korso, das auch in Neustrelitz Station machte.
Eine Mahnwache richtete sich an der Stadtkirche gegen ein Fahrzeug-Korso, das auch in Neustrelitz Station machte. Marlies Steffen
Neustrelitz.

An einer Mahnwache des Netzwerks „Vielfalt statt Einfalt“ vor der Neustrelitzer Stadtkirche haben am Sonnabend 30 Personen teilgenommen, wie Thomas Fiß von den Neustrelitzer Linken mitteilte. Polizeiangaben zufolge waren es 20 Personen. Die Mahnwache richtete sich gegen ein von der AfD mitgetragenes Fahrzeug-Korso, das unter dem Motto „Letzte Ausfahrt für die Freiheit“ zwischen Neubrandenburg und Wolgast unterwegs war und dabei auch in Woldegk Station gemacht hat.

Polizei-Informationen zufolge war das Korso mit 70 Fahrzeugen angemeldet. Gezählt wurden elf, so die Polizei. Während die Teilnehmer der Mahnwache mit Liedern ein friedliches Signal setzten, forderte die AfD-Bundestagsabgeordnete Ulrike Schielke-Ziesing auf dem Marktplatz in einer Rede freie Fahrt für die Grundrechte.

Wie Thomas Fiß dem Nordkurier weiter sagte, sei er erschrocken über die Hasskommentare im Zusammenhang mit der Mahnwache in der Facebook-Gruppe „I love Neustrelitz“. „Dort äußern sich offenbar Menschen, die weniger freundlich sind und sich nicht trauen, Gesicht zu zeigen“, so Fiß. An der Mahnwache hatten Vertreter der Grünen, der SPD, der CDU und der Linken teilgenommen. Auch die Kirche war mit Kantor Lukas Storch und Pastorin Cornelia Seidel, die den musikalischen Part übernahmen, dabei.

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