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Mandarinerpel Schnatter ist aus dem Sommerurlaub zurück

Der Prachterpel, der seit 2015 die Winter in Neustrelitz verbringt, ist wieder da. Wo er den Sommer über ist, bleibt aber rätselhaft.

Mangels Weibchen hat sich der Mandarinerpel am Glambecker See unter Stockenten und Blessrallen gesellt. Seit 2015 verbringt er die Winter auf dem Gewässer in Neustrelitz.
Martina Borchardt/Archiv Mangels Weibchen hat sich der Mandarinerpel am Glambecker See unter Stockenten und Blessrallen gesellt. Seit 2015 verbringt er die Winter auf dem Gewässer in Neustrelitz.

Der Mandarinerpel, der mit seinem bunten Federkleid von Zeit zu Zeit Spaziergänger am Glambecker See in Neustrelitz erfreut, ist wieder da. „Er ist von der Sommermauser zwar noch etwas zerzaust, aber er ist da und hält sich gern in Gesellschaft von Stockenten auf“, sagte Erwin Hemke vom Kreisverband des Naturschutzbundes Deutschland (Nabu).

Vermutlich wolle der Erpel, dem Hemke den Namen Schnatter verpasst hat, seinen dritten Winter auf dem Glambecker See verbringen. Der Naturschützer führt Buch über das Verhalten der exotischen Ente. „Die erste Überwinterung begann im Oktober 2015 im Hafenbecken des Zierker Sees und dauerte zunächst drei Monate bis Januar 2016“, berichtet Erwin Hemke. „Als das Becken zufror, zog der Erpel mit den Stockenten um zum Glambecker See, wo er bis Mitte März blieb.“

Schnatter scheint treu zu sein

Ab Januar 2017 verbrachte der Erpel seinen zweiten Winter auf dem Glambecker See. Vier Monate blieb er, bis er im April erneut umzog. Wo sich der bunte Vogel in diesem Sommer aufhielt, sei unbekannt. „Intensive Nachforschungen nach einem Herkunftsort blieben erfolglos“, so der Naturschützer.

Dass es sich um den selben Vogel handelt, könne mit großer Sicherheit angenommen werden. Dafür spreche der selbe Überwinterungsort und die „doch recht beständige Vertrautheit“. Wer den prächtigen Vogel sehen möchte, habe besonders an dem Uferstreifen unterhalb des Parkplatzes gegenüber der Strelitzhalle gute Karten.