NATUR

Mehr Alleebäume in der Seenplatte gepflanzt als gefällt

Erstmals seit 2014 sind in der Mecklenburgischen Seenplatte mehr Bäume gepflanzt als gefällt worden. Die Behörden haben sich das einiges kosten lassen.
Susanne Böhm Susanne Böhm
Erstmals seit 2014 sind mehr Bäume gepflanzt als gefällt worden.
Erstmals seit 2014 sind mehr Bäume gepflanzt als gefällt worden. Georg Wagner
Seenplatte.

Im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte wurden im vergangenen Jahr 998 junge Straßenbäume gepflanzt. Damit war die Seenplatte nach Ludwigslust-Parchim mit 1168 neuen Bäumen im Jahr 2018 der Landkreis mit den meisten Neupflanzungen, teilte das Ministerium für Infrastruktur mit. In beiden Landkreisen seien aber auch die meisten Bäume gefällt worden. Im gesamten Land sei die Zahl der Straßenbäume durch Neupflanzungen deutlich gestiegen.

Insgesamt wurden im vergangenen Jahr 4423 Straßenbäume neu gepflanzt. 2836 Bäume mussten an Bundes- und Landesstraßen gefällt werden. Das bedeutet ein Plus von 1587 Bäumen, berichtet Infrastrukturminister Christian Pegel (SPD) und betont: „Erstmals seit 2014 lag die Zahl der Neupflanzungen damit deutlich über der der Fällungen.“

Weniger sturmbedingte Baumverluste in der Seenplatte

Die Landesgruppe des Bundes für Umwelt und Natur Deutschland (BUND) begrüßt die Entwicklung. „Neben einer fachgerechten Pflege der jungen und alten Bäume gehört zum Erhalt der Alleen in erster Linie der Ersatz für Fällungen von Alleebäumen durch Neu- und Lückenbepflanzung. Besonders positiv ist, dass alle drei Straßenbauämter im Land zu diesem guten Ergebnis beigetragen haben. Der BUND hofft sehr, dass der positive Trend auch in den kommenden Jahren anhält“, sagt Katharina Dujesiefken, Referentin für Baum- und Alleenschutz beim BUND Mecklenburg-Vorpommern.

Als Gründe für die positive Bilanz führt Christian Pegel an: „Die altersbedingten Fällungen aus Gründen der Verkehrssicherheit und die sturmbedingten Baumverluste fielen 2018 geringer als in den Vorjahren aus. Außerdem hat die Landesstraßenbauverwaltung im vergangenen Jahr große Anstrengungen zum Ausgleich der höheren Verluste in den Jahren 2015 bis 2017 unternommen.“

Neben Neuanpflanzungen unternimmt die Straßenbauverwaltung Anstrengungen zum Erhalt der vorhandenen Alleen und Baumreihen. So wurden 2018 rund 2,7 Millionen Euro für die Pflege der Straßenbäume aufgewendet. Christian Pegel betont: „Die charakteristischen Baumreihen, die vielerorts das Landschaftsbild prägen, gehören längst zu den Sehenswürdigkeiten Mecklenburg-Vorpommerns. Mit unserer Arbeit wollen wir diese auch für künftige Generationen bewahren.“

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Kommentare (2)

So trocken wie das letzte Jahr war, ist es grob fahrlässig überhaupt Bäume zu pflanzen. Ein nicht unerheblicher Teil der Bäume muss garantiert nachgepflanzt werden. Das sieht man gut wenn man sich die gepflanzten Bäume aus dem letzten Jahr anschaut. Bäume pflanzen ist ja schön und gut, nur sollte man das nicht tun, wenn man das Ziel der Pflanzung verfehlt wird.

Ist auch keine Lösung