Massentierhaltung

▶ Mehr als 100 Teilnehmer bei Demo in Mirow

In der Kleinstadt hatte die neu gegründete BI „Mirow gegen Massentierhaltung” zum Protest aufgerufen. Denn am Abend wurden im Bauausschuss Pläne für eine Legehennen-Anlage vorgestellt.
Auch wenn die geplante Legehennen-Anlage Biostandards erfüllen soll, so handelt es sich nach Ansicht der Protestierenden
Auch wenn die geplante Legehennen-Anlage Biostandards erfüllen soll, so handelt es sich nach Ansicht der Protestierenden bei 12.000 Tieren immer noch um „Mega-Ställe”. Tobias Lemke
Gunnar Redmer von der BI „Mirow gegen Massentierhaltung” erklärte, warum die Ställe nicht nach Mirow bzw
Gunnar Redmer von der BI „Mirow gegen Massentierhaltung” erklärte, warum die Ställe nicht nach Mirow bzw. Peetsch passen würden. Tobias Lemke
Die Demonstranten trugen Masken und versuchten Abstand zu halten. Foto: Tobias Lemke
Die Demonstranten trugen Masken und versuchten Abstand zu halten. Tobias Lemke
Mirow

Am späten Dientagnachmittag haben in Mirow deutlich mehr als 100 Bürger gegen den Bau von Hühnerställen bei Peetsch demonstriert. Mit dem Protest sollte den Mitgliedern des Mirower Bauausschusses, der am Abend im Unteren Schloss tagte, ein Zeichen aus der Bevölkerung mit auf den Weg gegeben werden.

Im Bauausschuss stellte Manfred Manthey von der Landgesellschaft Mecklenburg-Vorpommern ein Projekt vor, das zusammen mit dem Landwirtschaftsbetrieb von Stefanie Mewes aus der Mirower Region umgesetzt werden soll. Dabei geht es um den Bau einer Bio-Legehennenanlage. In zwei Ställen und im Außenbereich mit Wechselweide sollen an der Kreisstraße zwischen Peetsch und Mirow bis zu 12.000 Tiere untergebracht werden.

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"Kein Eldorado für Massentierhaltung"

„Wir haben keine Lust mehr, das Eldorado für die Massentierhaltung zu sein“, erklärte Gunnar Redmer von der erst vor einer Woche gegründeten Bürgerinitiative (BI) Mirow gegen Massentierhaltung. Die BI hatte zur Demonstration aufgerufen und eigentlich nur eine Genehmigung für 50 Teilnehmer erhalten. Erschienen waren deutlich mehr. Die Protestierenden achteten weitgehend auf die Einhaltung von Abständen und trugen Masken. Die große Zahl der Teilnehmer zeige, wie sehr das Thema die Menschen bewege. Laut Redmer haben bereits fast 1.000 Bürger eine Online-Petition und handschriftliche Listen unterschrieben.

Die Mitglieder des Bauausschusses empfahlen wenig später mehrheitlich, das gemeindliche Einvernehmen zum Bauvorhaben abzulehnen. Die Hühnerstall-Pläne sollen nun noch mal am 11. Mai in der nächsten Mirower Stadtvertretung besprochen werden. Allerdings entscheiden am Ende weder der Bauausschuss noch die Stadtvertretung in Mirow über das Bauvorhaben, sondern die untere Baubehörde beim Landkreis Mecklenburgische Seenplatte.

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