ARMUT IN FELDBERG

Mehr Rentner brauchen die Tafel

Die Feldberger Lebensmittelausgabe für Bedürftige logiert an einem neuen Standort. Der ist nicht optimal, aber die Menschen nehmen ihn auf jeden Fall an.
 In Feldberg ist die Tafel jetzt in einem Raum der katholischen Kirche eingerichtet (Symbolfoto).
In Feldberg ist die Tafel jetzt in einem Raum der katholischen Kirche eingerichtet (Symbolfoto). Aleksandar Mijatovic
Feldberg.

Die Feldberger Tafel ist weiter auf Spenden angewiesen, um ihre Betriebskosten decken zu können. Noch könnten die Transport- und Energiekosten nicht genau kalkuliert werden. Daher freue man sich über jede Zuwendung, so Ingrid Becker vom Ortsvorstand Feldberg der Volkssolidarität, die die Tafelarbeit koordiniert.

Die größten finanziellen Sorgen seien indessen für dieses Jahr gemindert. So habe der Feldberger Ortsrat eine Spendensumme von 1200 Euro bewilligt. Zudem hätten sich auch die Neustrelitzer Linken und mehrere Feldberger Familien spendabel gezeigt. Eine Rentnerin habe eine Spende in Form von gesammelten Münzen übergeben.

Zuwegung macht Probleme

Die Feldberger Tafel befindet sich seit diesem Sommer an einem neuen Standort. Ausgabestelle ist ein Raum der Katholischen Kirche in der Bahnhofsstraße. Der Standort werde angenommen, allerdings seien geringfügig weniger Nutzer gekommen als in den alten Räumen auf dem Ipse-Gelände.

Bis Ende Oktober seien Lebensmittel und Gebrauchsgüter für 1502 Erwachsene und 250 Kinder ausgehändigt worden. Es sei ein geringfügiger Rückgang an Nutzern zu verzeichnen. Die Zahl der Rentner, die zur Lebensmittelausgabe gekommen sei, sei indessen wachsend.

So sehr sich die Tafelaktivisten über die neue Ausgabestelle freuen, auf einer Zusammenkunft wurden auch Probleme benannt. So sei die Zuwegung nicht optimal. Was den Winter angehe, sei man auf Streusand angewiesen. Um zur Ausgabestelle zu kommen, müssen Treppen überwunden werden. Die Tafelnutzer würden allerdings auch je nach Möglichkeit Hilfe leisten, zum Beispiel beim Tragen von Taschen.

Tafelfahrzeug gibt es nicht

Die Tafel in Feldberg wird nach wie vor von vor Ort ansässigen Unternehmen unterstützt. Besonders hob Ingrid Becker hier die Bäckerei Scherff hervor. Sie betonte zudem, dass die Tafel auch in Feldberg nur arbeitsfähig ist, weil es zahlreiche Helfer gebe, die die Einrichtung ehrenamtlich unterstützen würden.

Das jetzige Tafeldomizil in Feldberg ist nach der Evangelischen Kirche und nach der Ipse bereits die dritte Räumlichkeit, in der Lebensmittel für Bedürftige ausgegeben werden. Sechs Frauen und ein Mann stemmen die Arbeit dort weitgehend im Ehrenamt. Ein Tafelfahrzeug gibt es nicht. Für den Transport werden private Fahrzeuge eingesetzt. Um den Tafeltisch auch ordentlich decken zu können, sind die Feldberger bis nach Neubrandenburg und Neustrelitz unterwegs.

Rund 40 Frauen und Männer nutzen das Lebensmittelangebot wöchentlich. Beliebt ist auch das Tafelcafé als Ort der Kommunikation.

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