Menschenraub

Bande soll Mann in Mirow misshandelt haben - Haftbefehle

Ein Großaufgebot an Einsatzkräften hat vier Männer und eine Frau verhaftet. Dabei geht es neben Menschenraub auch um Körperverletzung und Drogen.
Fünf Männer und eine Frau aus dem Mirower Bereich wurden verhaftet. Unter anderem wird ihnen erpresserischer Menschenraub zur Last gelegt (Symbolbild).
Fünf Männer und eine Frau aus dem Mirower Bereich wurden verhaftet. Unter anderem wird ihnen erpresserischer Menschenraub zur Last gelegt (Symbolbild). jonasginter
Mirow

Mit einem großen Aufgebot an Einsatzkräften wurden am Donnerstagfrüh im Bereich Mirow vier Männer und eine Frau im Alter zwischen 22 und 46 Jahren verhaftet. Gegen sie wird bereits seit einigen Wochen wegen des Verdachts des erpresserischen Menschenraubes, der gefährlichen Körperverletzung, der Freiheitsberaubung und des Handels mit Betäubungsmitteln ermittelt. Der Fall war ins Rollen gekommen, als sich am 1. März eine Frau aus der Nähe von Mirow bei der Polizei meldete, an deren Tür ein verletzter Mann geklingelt und um Hilfe gebeten hatte.

39-jähriger Mann schwer verletzt im Wald zurückgelassen

Nach derzeitigem Stand der Ermittlungen hatte sich wohl Folgendes ereignet: Am Abend des 28. Februar waren mehrere Personen in die Wohnung des 39-jährigen Geschädigten eingedrungen, die sich ebenfalls im Bereich Mirow befindet. Gewaltsam wurde der Mann in einem Fahrzeug in ein Waldstück verbracht, wo er durch mehrere Tatverdächtige unter Zuhilfenahme von Gegenständen geschlagen und schwer verletzt zurückgelassen wurde. Der Mann erwachte nach eigenen Angaben am nächsten Morgen, irrte durch den Wald und fand schließlich Hilfe bei der Hinweisgeberin.

Die Kriminalpolizei nahm die Ermittlungen auf. Um diese nicht zu gefährden, war es dringend geboten, den Fall nicht an die Öffentlichkeit zu bringen, begründete die Polizei. Durch die Beamten konnte der Tatort im Wald ausfindig gemacht und kriminaltechnisch untersucht werden. Im Zuge der Ermittlungen wurden Zeugen bekannt und ein erster Beschuldigter konnte bereits am 19 März festgenommen werden. Gegen den 22-Jährigen aus der Region erließ ein Gericht einen Haftbefehl, der Mann befindet sich in einer Justizvollzugsanstalt.

Drogen im Wert von 40.000 Euro gefunden

Dennoch waren intensive Ermittlungen notwendig, um weitere Tatverdächtige namhaft machen zu können. Die Kripo erbrachte hinreichende Beweise, sodass die Staatsanwaltschaft Neubrandenburg weitere Haftbefehle beantragen konnte.

Insgesamt waren bei der Verhaftung 41 Beamte – darunter auch Kräfte des SEK – im Einsatz.

Um Beweismittel zu sichern, wurden die Wohnungen der Beschuldigten durchsucht. Dabei wurden in zwei der Wohnungen insgesamt etwa vier Kilogramm Betäubungsmittel aufgefunden und beschlagnahmt. Nach ersten Tests handelt es sich bei den Drogen um Amphetamin mit einem Wert von etwa 40.000 Euro.

Die Ermittlungen dauern an, heißt es aus dem Polizeipräsidium. Einer der Beschuldigten ist inzwischen wieder auf freiem Fuß. Der Haftbefehl gegen den 39-Jährigen wurde nach einer richterlichen Anhörung aufgehoben.

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