Coworking

Miet-Arbeitsplätze werden in Neustrelitz immer beliebter

Wer in den eigenen vier Wänden nicht die Ruhe zum Arbeiten findet, kann sich einen Coworking-Platz mieten. Im Leea sollen solche Angebote entstehen.
Björn Budack hat in Neustrelitz ein Co-Working-Büro eröffnet.
Björn Budack hat in Neustrelitz ein Co-Working-Büro eröffnet. Tobias Lemke
Neustrelitz

In Zeiten steigender Coronazahlen und der geplanten Einführung von 3G am Arbeitsplatz, rückt auch die Frage nach dem Arbeiten im Homeoffice wieder in den Blickpunkt. Zwischen Wäschebergen und tobenden Kleinkindern finden Arbeitnehmer schwer die Konzentration für ihre Arbeit. Für manch einen ist der Coworking-Platz – der Mietschreibtisch – die geeignete Alternative.

Im Sommer hatte die Industrie- und Handelskammer (IHK) Neubrandenburg eine Absichtserklärung verfasst, die den Aufbau des Coworking-Spaces im Landeszentrum für Erneuerbare Energien (Leea) vorsieht. Was ist aus der Entwurfsplanung geworden? „Auf Geschäftsführerebene finden bereits Gespräche mit Architekten statt“, teilt Claudia Domröse aus der Abteilung Marketing des Leea auf Nachfrage mit. Ansonsten befindet sich das Projekt noch in der Planung. Das Leea sei als Coworking-Space ideal, da es zahlreiche Veranstaltungsräume und ausreichend Parkmöglichkeiten inklusive einer Ladeinfrastruktur für E-Autos besitzt. Zudem verfüge es über eine schnelle Internetverbindung. Ein Bistro zur Verpflegung ist angeschlossen.

In Großstädten normal, in Kleinstädten oft noch selten

In Großstädten wie Berlin oder Hamburg gehören Coworking-Spaces selbstverständlich zum Stadtbild. Auf dem Land und in den Kleinstädten gehen die Entwicklung und der Ausbau nur schleppend voran.

Im März 2020 eröffnete Björn Budack das „Kiez Büro-Coworking“ in Neustrelitz. Zehn Arbeitsplätze, eine Kaffeeküche und ein Besprechungsraum werden den Homeoffice-müden Arbeitnehmern oder selbstständigen Unternehmern in der Strelitzer Straße geboten. Im Kiezbüro mieten sich hauptsächlich Neustrelitzer ein – vor allem Freiberufler, die projektbezogen arbeiten. „Wir haben einen Pendler aus Berlin und einen aus Hamburg“, erzählt Budack. Er passt sich verschiedenen Arbeitsmodellen an und bietet sowohl Fix als auch Flex-Tarife an. Lounge- und Meetingraummitbenutzung sind im Fix-Tarif inklusive.

Ansonsten mieten die Coworker neben dem Mobiliar einen VDSL-WLAN-Anschluss, Drucker, Kopierer und Scanner. Eine Kaffee-, Tee- und Wasserflatrate versorgt die Coworker während der Arbeitszeit.

Lage und Ruhe sind entscheidend

Die zentrale Lage in der Innenstadt und die Nähe zum Bahnhof Neustrelitz locken viele Interessierte. Auch Großstädter pendeln nach Neustrelitz, um in Ruhe arbeiten zu können. Nebenher genießen sie auch noch die landschaftlich schönen Seiten der Mecklenburgischen Seenplatte.

Die Stadt biete ein vielfältiges Gastronomieangebot zum Mittagstisch. Da das Kiez-Büro seine Kapazitätsgrenze an Coworkern erreicht hat, muss Björn Budack erweitern. „Ich konnte die angrenzende Gewerbefläche kaufen und so 45 Quadratmeter an Fläche dazugewinnen. Diese wird derzeit zu einer Lounge mit integrierter Küche ausgebaut“, sagt er. In der neuen Lounge können Veranstaltungen abgehalten werden, ohne dass die arbeitenden Coworker sich gegenseitig stören. Vor einem Monat wurde ein neues Coworking-Space in Eberswalde eröffnet. Ein weiteres Büro sei derzeit für Demmin in Planung.

Für Menschen, die nicht gern für sich allein arbeiten, bieten Coworking-Spaces eine Möglichkeit sich auszutauschen. Geschäftliche Kontakte können nebenher geknüpft werden. Netzwerke, die gerade für selbstständige Unternehmer wichtig sind, können entstehen und gerade regionale Firmen weiterbringen.

2022 ist für Mecklenburg Vorpommern vom 28. März bis 3. April ein Coworking Festival geplant. Entlang einer flexiblen Route haben Interessierte und Coworker die Möglichkeit, Space Betreiber persönlich kennenzulernen. Jede Region bietet ein einzigartiges Programm an Vorträgen und Events. Gestartet wird die Tour in Westmecklenburg und zieht sich dann durchs ganze Land.

 

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