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Nach Brand im Wohnblock

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Mieter dürfen noch nicht nach Hause zurück

Die Feuerwehr war mit sechs Fahrzeugen im Einsatz.
Die Feuerwehr war mit sechs Fahrzeugen im Einsatz.
Felix Gadewolz

Die Polizei konnte die Ursache des Brandes in einem Neustrelitzer Wohnblock aufklären. Die Menschen müssen aber noch eine Weile woanders unterkommen.

Der Brand in einem Mehrfamilienhaus in Neustrelitz am Dienstagabend ist laut Ermittlungen der Polizei durch einen technischen Defekt ausgelöst worden. Eine Beschädigung innerhalb des Gehäuses ließ einen Stromkasten plötzlich in Flammen aufgehen. Die enorme Sogwirkung im Flur des Wohnblocks in der Rudower Straße habe den Rauch daraufhin im ganzen Treppenhaus verteilt. Um die Menschen vor dem gefährlichen Qualm zu schützen, musste das Haus evakuiert werden. Sechs Bewohner erlitten eine leichte Rauchvergiftung.

Das Feuer hat zudem einen enormen Sachschaden angerichtet: Rauch und Ruß haben dem Hausflur stark zugesetzt. „Wohnungstüren mussten aufgebrochen werden, um die Bewohner zu retten“, sagt Diana Grams aus dem Vorstand der Modernen Wohnungsbaugenossenschaft Neustrelitz (MWG). Die gesamte Stromversorgung des Hauses sei lahmgelegt worden. Die Wohnungen hätten nun weder Licht noch funktionierendes Telefon. Der Schaden belaufe sich nach ersten Schätzungen auf 40 000 bis 60 000 Euro.

Frau und Katze geht es besser

Immerhin: Gesundheitsgefährdende Rauchbelastungen in den Wohnungen konnte die Feuerwehr nach dem Löschen des Brandes nicht mehr messen. Dennoch dürfen die Bewohner von neun Wohnungen laut Grams noch nicht zurück in ihr Zuhause. Die MWG müsse noch auf die Untersuchungsergebnisse von Gutachtern und der Versicherung warten, bevor weitere Reparaturarbeiten starten können.

Wichtige persönliche Gegenstände wie Tabletten hätten die Bewohner allerdings bereits aus den Wohnungen holen können. „Alle Bewohner haben zunächst Übernachtungsmöglichkeiten bei Freunden und Verwandten gefunden“, sagt Grams. Die MWG habe den Mietern für die ersten Nächte bereits Gastwohnungen angeboten. Doch diese seien bisher nicht notwendig gewesen. Mindestens bis Dienstag müssten die Bewohner allerdings noch woanders unterkommen. Für alle, die so lange nicht bei ihren Bekannten bleiben können, würde die Genossenschaft eine Unterkunft organisieren.

Die wohl beste Nachricht: Eine Bewohnerin, die nach dem Brand ins Krankenhaus gebracht wurde, konnte mittlerweile wieder entlassen werden. Und auch eine vermisste Katze sei inzwischen wieder aufgefunden worden. „Ich bin froh, dass alles so glimpflich ausgegangen ist und der Brand rechtzeitig erkannt wurde“, sagt Grams.