Unsere Themenseiten

:

Mit Krimsekt und Konfekt in die Saison

Christel Lau (4 von links) mit einigen Helfern, die im Rahmen des Bundesfreiwilligendienstes den Verein zum Erhalt der Domjüch unterstützen.  FOTO: anke goetsch

VonAnke GoetschLampenfieber auf der Domjüch: Die Saison auf dem denkmalträchtigen Gelände wird am Wochenende eröffnet.Neustrelitz.„Wir liegen in den ...

VonAnke Goetsch

Lampenfieber auf der Domjüch: Die Saison auf dem denkmalträchtigen Gelände wird am Wochenende eröffnet.

Neustrelitz.„Wir liegen in den letzten Zügen“, sagt Christel Lau, rührige Vorsitzende des Vereins zum Erhalt der Domjüch. Glücklicherweise schätzt sie damit nur den Vorbereitungsstand auf die Saisoneröffnung auf der Domjüch an diesem Wochenende ein. Dem Ereignis fiebern alle Vereinsmitglieder und die Helfer im Bundesfreiwilligendienst schon mit Aufregung entgegen. Derzeit wird noch an allen Enden und Ecken gewerkelt, werden Schmutzecken beseitigt, Blumen gepflanzt, Fußböden gefegt, um bald empfangsbereit zu sein.
„Wir freuen uns sehr, dass wir die Ausstellung ,110 Jahre Domjüch‘ von der Stadt als Dauerleihgabe bekommen haben, und auch unsere eigene Ausstellung haben wir noch einmal auf- und umgearbeitet und präsentieren alles auf gutem Niveau“, so die Vorsitzende. Eröffnet wird am Sonntag auch das ehemalige Russenmagazin im Haus Männer 1. Hier hat die Ausstellung zur Geschichte der sowjetischen Armee auf dem Domjüchgelände ihren Platz gefunden. Zu den Öffnungszeiten sollen hier auch Krimsekt, Tee aus dem Samowar und Mischka-Konfekt angeboten werden.
Interessant für die Besucher dürfte eine Karte sein, die alle Flächen rund umNeustrelitz zeigt, die von der sowjetischen Armee genutzt wurden. Auf den Saisonbeginn wird seit Anfang Januar hingearbeitet, Bundesfreiwilligendienstler zwischen 25 und 63 Jahren sind diefleißigen Unterstützer.
Bereits am Freitag erobern die jüngsten Neustrelitzer die Domjüch. Der Verein lädt gemeinsam mit dem Kunsthaus zum Kinderkunstfest ein. Kindergartengruppen, Grundschulen, Tagesmuttis haben bereits ihr Kommen zugesichert. Die Veranstaltung, die um 9.30 Uhr beginnt, ist aber für alle Interessierten offen. In Workshops bis hin zum Theaterspielen können sich die Lütten ausprobieren.
Höhepunkt der Veranstaltung soll ein von allen Kindern gemeinsam gemalter Wandfries – 120 Meter lang und 60 Zentimeter breit – werden. In bestimmten Abschnitten werden die Kinder zu vorgegebenen Themen wie Natur, Märchenwelt oder Raumfahrt ihre Ideen malerisch umsetzen. Neustrelitzer Firmen haben dafür Farben, Pinsel und Papier gesponsert. Das Großgemälde wird über die gesamte Saison zu bestaunen sein. „Wir wollen offen sein für alle Generationen“, erklärt Christel Lau auch für die Lütten. Und natürlich wird so mancher Knirps seine Familie auf die Domjüch führen, um stolz zu verkünden: Daran habe ich mitgemalt.
Die Domjüch ist bis zum Herbst wieder jeweils sonntags von 14 bis 17 Uhr öffentlich zugänglich.

Kontakt zur Redaktion
red-neustrelitz@nordkurier.de