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Möglicher Giftköder in Neustrelitz entdeckt

Ein Hundehalter hat in der Nähe des Carolinums einen verdächtigen Fund gemacht. Erst vor wenigen Wochen starb ein Hund ganz in der Nähe.
Verdachtsdiagnosen kommen immer wieder auf, doch Giftköder nachzuweisen ist schwer. Ein Neustrelitzer meint, jetzt einen
Verdachtsdiagnosen kommen immer wieder auf, doch Giftköder nachzuweisen ist schwer. Ein Neustrelitzer meint, jetzt einen Giftköder am Carolinum gefunden zu haben. Florian Schuh
Ein Neustrelitzer fand in dieser Woche etwas Verdächtiges in der Elisabethstraße. Wahrscheinlich handelt es sich um
Ein Neustrelitzer fand in dieser Woche etwas Verdächtiges in der Elisabethstraße. Wahrscheinlich handelt es sich um einen Giftköder. Privat
Neustrelitz.

Ein Hundehasser geht offenbar in der Region um. Anfang der Woche fand ein Neustrelitzer beim morgendlichen Gassigehen in der Elisabethstraße nahe des Carolinums einen Brocken, bei dem es sich aller Wahrscheinlichkeit nach um einen Giftköder handelt. Das Stück lag mitten in den Büschen gegenüber der Mensa. In dem Kloß befand sich eine verdächtige, weiße Substanz.

Der Halter entsorgte das Stück umgehend, damit nichts Schlimmeres passiert. Er war zuallererst erleichtert, dass sein Hund das Fleisch nicht angerührt hat. Angezeigt hat der Neustrelitzer den Fund allerdings nicht. Denn schon vor einiger Zeit hatte er bereits einen Fall bei Polizei und Ordnungsamt gemeldet – doch zu einem Erfolg führte das wohl nicht. Stattdessen warnte seine Partnerin in den sozialen Medien andere Hundebesitzer.

Hund im Dezember in Klein Trebbow vergiftet

Tatsächlich wurde der Polizei in den vergangenen Wochen kein Giftköder-Fund in Neustrelitz mitgeteilt. Polizeisprecherin Kathrin Jähner rät allerdings dringend dazu, solche Funde anzuzeigen. Schließlich beabsichtige der Leger eines Giftköders, Tiere gezielt zu töten oder zu verletzen. Selbst der Versuch sei strafbar. „Gerade weil es sich um Straftaten handelt, sollten Bürger, die einen Giftköder entdecken, die Polizei rufen oder den Giftköder sichern und der Polizei übergeben. Wenn solche strafbaren Sachverhalte nicht angezeigt werden, kann die Polizei ja auch nicht ermitteln“, so Jähner. Darüber hinaus geht laut Polizeisprecherin Diana Mehlberg von den vergifteten Fleischstücken eine große Gefahr für alle in der Nähe aus – nicht nur für Hunde. Auch Kinder könnten in Kontakt mit dem Gift kommen. „Jeder kann in Gefahr geraten“, so Mehlberg.

Zuletzt wurde laut Kenntnis der Polizei erst Mitte Dezember vergangenen Jahres ein Hund in Klein Trebbow vergiftet. Die Halterin fand den Mischlingshund in schlechtem Zustand auf ihrem Grundstück. Beim Tierarzt konnte dem Vierbeiner aber nicht mehr geholfen werden. Der Hund starb wenig später. Einen Täter konnte die Polizei noch nicht ermittelt. Derzeit befindet sich der Fall in Obhut der Staatsanwaltschaft Neubrandenburg. Auch in Rostock waren Giftköder jüngst ein Thema.

Dass die Ermittlungen in diesen Fällen nicht immer von Erfolg gekrönt werden, weiß auch Polizeisprecherin Mehlberg: „Es ist schwierig, wenn man wenige Ansätze hat.“ Selten gebe es Zeugen. Dennoch kann die Polizei zum Beispiel durch Befragungen in der Nachbarschaft mitunter zielführende Hinweise gewinnen.

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