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Moskaus Metro, Mosfilm und Museen bringen Caroliner zum Schwärmen

Unverzichtbares Fotomotiv: die Caroliner mit ihren Gastgebern auf dem Roten Platz  FOTO: privat

VonUlrich Beesk13 junge Leute erleben die neueste Auflage des bereits seit 1969 kultivierten Schüleraustauschs mit der russischen Hauptstadt.Neustrelitz.Das ...

VonUlrich Beesk

13 junge Leute erleben die neueste Auflage des bereits seit 1969 kultivierten Schüleraustauschs mit der russischen Hauptstadt.

Neustrelitz.Das „Abenteuer Moskau“ haben 13 junge Leute aus dem Neustrelitzer Gymnasium Carolinum bei einem Schüleraustausch mit der russischen Hauptstadt erlebt. „Es ist schon etwas Besonderes, nach Moskau zu fliegen und besonders beeindruckend, so herzlich von Freunden aufgenommen zu werden“, berichten die Schüler. Der Kontakt mit derSchule mit erweitertem Deutschunterricht in Moskau besteht bereits seit 1969. Die Freundschaft hielt also nicht nur Jahrzehnte, sondern trotzte auch allen politischen Veränderungen in unseren beiden Ländern.
Als Herausforderung und Freude erlebten es die Schüler, in einer Familie zu wohnen, obwohl sie ja die russischen Altersgefährten schon aus Neustrelitz kannten. Die Konversation verliefen auf Deutsch, Russisch und Englisch. Der Besuch des Unterrichts bot die Möglichkeit, Unterschiede und Gemeinsamkeiten festzustellen. Beeindruckt waren die Strelitzer Gäste von der lebendigen Metropole, „die aus allen Nähten platzt, aber trotzdem eine interessante Mischung aus supermoderner Architektur und der Erinnerung an das alte Russland darstellt“. Ein Höhepunkt war der Ausflug zum LandschaftsparkZarizino: Der erst vor einigen Jahren wiedererrichtete und restaurierte Palast, den Katharina die Große einst für ihren Sohn bauen ließ, erstrahlte in neuem Glanz.

Schatzsuche führt
zu Priamos und den Inka
In Europas größtem Filmstudio Mosfilm war zu erfahren, wie Filme gemacht werden, und es konnten viele Requisiten und Oldtimer bewundert werden – zum Beispiel Autos, in denen Stalin und Molotow fuhren. Ein Abend im Moskauer Zirkus riss die Besucher immer wieder zu Beifallsstürmen hin.
Obendrein begaben sich die Strelitzer auf Schatzsuche: Den weltberühmten Schatz des Priamos, den Heinrich Schliemann ausgrb, und das Gold der Inka, das in einer Sonderausstellung gezeigt wurde, bewunderten sie im Puschkinmuseum. „Immer wieder ein Erlebnis“ war für sie auch die Metro, besonders in den Hauptverkehrszeiten. „Da konnte es schon passieren, dass nicht alle mitkamen, aber der nächste Zug fuhr ja schon in einer halben Minute.“
Interessant auch der Bummel auf dem Arbat und das Wochenende mit den Gastgeberfamilien. Zum Beispiel erzählten Paul Arndt und Jan Schulz, dass sie sich in einem Museum mit historischen Waffen bekannt machen und die Fahne besichtigten durften, die 1945 auf dem Reichstag in Berlin gehisst wurde. Unvergessen bleibt den Gästen das kleine Kulturprogramm, das sie in einem Einkaufszentrum aufführten. Ihr besonderer Dank gilt Ljuba Petrowna, der „guten Seele“ des Austausches, die seit 1969 dabei ist und alle Fäden in der Hand hält.

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