Der erste von vier Flügeln schwebte kurz nach dem Mittag sanft zu Boden. Die Demontage war in dieser Woche Auftakt f&uuml
Der erste von vier Flügeln schwebte kurz nach dem Mittag sanft zu Boden. Die Demontage war in dieser Woche Auftakt für die Sanierung der Ehlertschen Mühle. Tobias Lemke
Am Mittwoch wurden an der Ehlertschen Mühle die Flügel abgenommen.
Am Mittwoch wurden an der Ehlertschen Mühle die Flügel abgenommen. Tobias Lemke
Sanierung

▶ Mühle in Woldegk ist ihre Flügel los

Das technische Denkmal auf dem Woldegker Mühlenberg wird in den kommenden Monaten saniert. Nächste Woche wird die Mühle eingerüstet.
Woldegk

Dachdeckermeister Sten Flashaar und seine Mitarbeiter haben am Mittwoch die Flügel der Ehlertschen Mühle in Woldegk abgenommen. Die Mühlenflügel wurden demontiert, da das technische Denkmal in diesem Jahr umfassend saniert wird. Unter anderem wird die Gielower Dachdeckerei und Zimmerei Flashaar die Holzschindeln am Gebäude ersetzen. Für die kommende Woche ist das Einrüsten der Mühle geplant.

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Zum ersten Mal Mühlenflügel demontiert

„Das ist für uns eine Premiere“, berichtete der Handwerker. Solche Baustellen seien natürlich immer etwas Besonderes. „An einer Mühle hat man nicht jeden Tag zu tun“, so Flashaar. Auch wenn er zum ersten Mal Mühlenflügel zu demontieren hatte, so habe sich der Betrieb gut vorbereitet und sollte alles klappen, hieß es. Immerhin waren im Mühlenkreuz alle Flügel einzeln nacheinander abzuschrauben und mit einem Kran sicher zu Boden zu befördern. Nach langer Zeit in der Höhe hatte manches Gestänge am Holz Rost angesetzt und zeigte sich widerspenstig. Mit einigen beherzten Hammerschlägen konnte die Sache aber gelöst werden.

Die Sanierung der in die Jahre gekommenen Ehlertschen Mühle ist in Woldegk schon länger geplant. Für das aufwendige Projekt ist eine 90-prozentige Förderung zugesagt. Die Kosten für die Arbeiten haben sich indessen im Vergleich zu den Planungen aus dem vergangenen Jahr um einiges erhöht.

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Haube und Außenhaut erhalten Runderneuerung

Während im März 2012 noch von 535 000 Euro die Rede war, bezifferte Woldegks Bürgermeister Ernst-Jürgen Lode (SPD) gestern auf Nordkurier-Nachfrage eine erwartete Gesamtsumme von rund 650 000 Euro. Die Stadt trage zudem mit Blick auf die 90-prozentige Förderung mehr als zehn Prozent der verbleibenden Kosten. Zusammen mit den schon erfolgten Planungsarbeiten komme man auf einen Eigenanteil von 250 000 Euro, so das Stadtoberhaupt.

An dem technischen Denkmal werden in den nächsten Monaten die Flügel, die Haube und die Außenhaut einer Runderneuerung unterzogen. Auch von innen wird die Mühle, deren Flügel sich schon länger nicht mehr drehen, technisch instand gesetzt, kündigte der Bürgermeister an. Zudem soll eine Treppe, die sich in unmittelbarer Nähe des Bauwerks befindet, zurückgebaut werden. Sie könne nicht gefahrlos genutzt werden, wenn sich die Mühlenflügel bewegen, sagte der Woldegker Bürgermeister.

Im Oktober fertig

Die Arbeiten an der Mühle sollen voraussichtlich Anfang Oktober beendet sein. Ziel sei es, die Mühle wieder zu nutzen. Ursprünglich war auch die Sanierung des sogenannten Info-Zentrums neben der Ehlertschen Mühle vorgesehen. Das aber hat die Stadt Woldegk aus Kostengründen aufgeschoben. Bei der Ehlertschen Mühle auf dem Woldegker Mühlenberg handelt es sich um ein technisches Denkmal im Originalzustand aus dem Jahr 1886. Die Mühle ist nach einer Familie benannt, die sie ab den 1920er Jahren betrieben hat.

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