PFINGSTEN

Mühlentag und Mühlennacht in Woldegk

Am Pfingstmontag lockt Woldegk mit dem 26. Mühlentag. Ein üppiges Programm ist geplant. Dazu wartet ein Rätsel darauf, gelöst zu werden.
Martina Schwenk Martina Schwenk
Was ist das für ein Gerät? Roland Stapler hofft, die Lösung am Mühlentag zu bekommen.
Was ist das für ein Gerät? Roland Stapler hofft, die Lösung am Mühlentag zu bekommen. Martina Schwenk
Welche Forke wurde für was benutzt? Darüber können Besucher rätseln.
Welche Forke wurde für was benutzt? Darüber können Besucher rätseln. Martina Schwenk
Woldegk.

Bald startet die große Sause in Woldegk. Am Pfingstsonntag wird die Mühlennacht auf dem Mühlenberg ausgiebig gefeiert, Montag ab 11 Uhr folgt der 26. Mühlentag. Alles rund um die Museumsmühle in der Windmühlenstadt. Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren. Zelte müssen noch aufgebaut, die Bühne vorbereitet werden, der Rasen ist bereits gemäht. Und ja, es gibt sogar etwas Neues zu entdecken.

Mühlenwart Roland Stapel schaut stolz auf seine Sammlung aus alten landwirtschaftlichen Geräten und Maschinen. Gegenüber der Windmühle steht sie auf dem Hof des Mühlenmuseums. „Einige Pflüge habe ich bei der Ipse-Auflösung in Feldberg gefunden“, sagt er. Die Feldberger waren im vergangenen Herbst aus der Gesellschaft ausgestiegen. Ein Gerät gibt Stapel seither Rätsel auf. Er hat bis dato noch nicht herausgefunden, was es damit genau auf sich hat. „Vielleicht weiß ja jemand mehr darüber. Der- oder diejenige kann gerne zum Mühlentag kommen und Licht ins Dunkel bringen.“

Forkensammlung vorbereitet

Dasselbe gilt für seine Forkensammlung. Zusammen mit alten Spaten und noch mehr Technik zieren die Geräte das Klohäuschen auf dem Hof. Mit der Verzierung hat Stapel ebenfalls im Herbst begonnen. „Die waren beim letzten Mühlentag noch nicht da. Dann können die Leute rätseln, warum die Forken unterschiedliche Formen haben und was ihr Zweck war.“ Auch hier hofft Stapel auf ein paar Experten, die am Mühlentag ihren Weg nach Woldegk finden.

Natürlich darf Altbewährtes nicht fehlen. Wie in jedem Jahr öffnet der Mühlen- und Heimatverein seinen Kuchenstand. Dann wird auch der alte Steinofen beim Mühlenmuseum in Betrieb genommen und Brot frisch gebacken. Bei den Besuchern ein sehr beliebtes Ziel. „Die Leute fragen schon, ob es wieder Brot gibt. Die Sitzplätze hier werden dann immer knapp“, sagt Stapel. Für die Leckerei muss der Ofen mit Holz drei Stunden lang vorgeheizt werden. Erst dann kann gebacken werden. „Zum Schluss kommen Hefekuchen rein.“

Große 80er-Show läuft auf der Bühne

Seinen großen Schützling, die Museumsmühle, hat Stapel bereits vorbereitet. Fehlt nur noch das passende Wetter. „Ich hoffe in jedem Fall auf Wind.“ Das hofft auch Doris Krienke, Vorsitzende des Mühlen- und Heimatvereins. Sonst drehen sich die Räder der Windmühle nicht. In einem Jahr, so Stapel, als es windstill war, wechselten sich ein paar Männer ab, um die Flügel mit eigener Kraft in Bewegung zu halten. Laut Wettervorhersage dürfte das in diesem Jahr nicht passieren. Die Windmühle wird offen sein, betreut von Mitgliedern des Mühlen- und Heimatvereins. „Es ist alles vorbereitet. Alle Helfer sind eingeteilt für den Stand, die Kasse und die Mühlenaufsicht“, sagt Krienke. Letztere stehen für Fragen zur Mühle bereit.

Der Platz vor der Mühle ist indes schon gemäht. Am Samstag soll laut Stadt die Bühne aufgebaut werden, Sonntag vor der großen 80er-Show die restlichen Zelte. Montag lockt der Mühlentag neben dem Auftritt des Stargasts Wolfgang Ziegler mit einem umfangreichen Rahmenprogramm. Etwa mit dem Segway-Parcours, einer Oldtimer-Ausstellung, einem Hubschrauber oder dem Markt sowie etliche Angebote für Kinder. Wie viele Gäste kommen, kann nur schwer abgeschätzt werden. „Das hängt dann natürlich auch vom Wetter ab“, sagt Krienke. Zudem ist nicht exklusiv in Woldegk Mühlentag, sondern deutschlandweit. „Es kommt auch viel Laufkundschaft. Die wandern nach einer Weile zur nächsten Mühle weiter“, sagt Stapel. Bei gutem Wetter kann mit mehreren hundert Gästen gerechnet werden.

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