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Muss das sein? Bauleute beschmieren Straßenbäume

Auffällige Markierungen prangen an Stämmen bei Carpin und Möllenbeck. Wer will wem was sagen?
Diese Bauarbeiter-Botschaft prangt an einem Straßenbaum bei Carpin. In dem Bereich sind noch viele andere Stämme bemalt.
Diese Bauarbeiter-Botschaft prangt an einem Straßenbaum bei Carpin. In dem Bereich sind noch viele andere Stämme bemalt. Susanne Böhm
Carpin.

„M – Pfeil -neu“, „M 6“, M 5“, mehrmals der Buchstabe A, Punkte, Striche und Kreise in Gelb, Rot, Grün und Blau prangen derzeit an Straßenbäumen zwischen Feldberg und Möllenbeck, Carpin und Neustrelitz. Wer will wem was sagen, fragt sich mancher Autofahrer. Selbsterklärend sind die Botschaften jedenfalls nicht.

Hinweise für Bauarbeiter

Tom Arenhövel vom Straßenbauamt Neustrelitz weiß, was es mit den Symbolen auf sich hat. Das ist Bauarbeitersprache. „Es hat mit der Breitbandverlegung zu tun“, erklärt er. In der Nähe der Markierungen befinden sich sogenannte Kopflöcher. Die Löcher sind Eintrittstellen für Glasfaserkabel, welche unterirdisch verlegt werden und am nächsten Loch wieder herauskommen. Mit den Buchstaben und Zeichen an den Straßenbäumen zeigen sich die beteiligten Firmen, wo sich die Löcher befinden, denn die wären sonst schwer zu finden.

Elegantere Methoden erwünscht

Tom Arenhövel sind die bemalten Bäume ein Dorn im Auge. „Das war nicht mit uns abgestimmt. Wir haben das schon beanstandet.“ Die betreffende Firma sei bemüht, den „optischen Mangel“ zu beheben, möglicherweise durch Überstreichen mit einer unauffälligen Farbe. Es gebe wesentlich elegantere Methoden, um Baustellen zu markieren. Ganz in der Nähe der Kritzeleien sind beispielsweise gelbe Bänder im Einsatz. Einfach um die Stämme gebunden, lassen sie sich nach getaner Arbeit rückstandsfrei entfernen.

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