FAMILIENDRAMA

Mutter sucht entführte Tochter

Seit vier Monaten hat Katharina Hammann ihre zweijährige Tochter nicht mehr gesehen. Sie weiß nicht, wo das Kind ist, denn der Vater hat es entführt.
Heike Sommer Heike Sommer
Katharina Hammann ist nach Zypern gereist, um ihre Tochter zu finden. Die  32-Jährige vermutet, dass ihr Ex-Partner sich mit dem Kind auf der Insel aufhält.
Katharina Hammann ist nach Zypern gereist, um ihre Tochter zu finden. Die 32-Jährige vermutet, dass ihr Ex-Partner sich mit dem Kind auf der Insel aufhält. Katharina Hammann
Mirow.

Ursula Ulbrich will so gerne helfen. Die Mirowerin wird im kommenden Monat 90 Jahre alt. Zum Feiern ist ihr nicht zumute, zu groß sind die Sorgen, die sie umtreiben. Sorgen um ihre Enkelin. „Ich leide sehr. Katharina ist bei mir aufgewachsen, nachdem ihre Mutter – meine Tochter – verstorben ist. Ich habe ihr damals versprochen, mich immer um ihr Kind zu kümmern“, sagt sie.

Enkelin Katharina Hammann ist mittlerweile 32 Jahre alt und selbst Mutter einer zweijährigen Tochter – Santina. Seit vier Monaten ist die Kleine verschwunden. Entführt von ihrem Vater, einem Syrer, der 2013 nach Deutschland geflohen ist und dem Asyl gewährt wurde. „Ich hätte das nie für möglich gehalten. Solche Geschichten passieren immer nur den anderen“, sagt Ursula Ulbrich. Doch nun steckt sie selbst in diesem Albtraum, der am 29. September seinen Anfang nahm.

Vater und Tochter wollten Urlaub in Athen machen

An diesem Tag begann ein einwöchiger Urlaub in Athen, zu dem die kleine Santina mit ihrem Vater aufbrach. Beide sind bis heute nicht zurück. Die Mutter – Katharina – setzt seitdem alles daran, ihr Kind, für das sie das alleinige Sorgerecht hat, zu finden und nach Deutschland zurückzuholen.

„Wochenlang hat sie sich um Hilfe bei Ämtern und den zuständigen Behörden bemüht, hat Anzeige bei der Polizei ihres jetzigen Heimatortes Plön erstattet, das Bundesamt für Justiz verständigt, um einen Rückführungsbeschluss für das Kind zu erwirken“, berichtet Ursula Ulbrich. Eine Menge Papierkram und Rennerei, die Nerven und Geld kosten. Hin und wieder gibt es ein Lebenszeichen von der Kleinen, schickt der Vater Fotos von seinem Handy. Mehr nicht – kein Hinweis zum Aufenthaltsort.

Mit Ersparnissen Flug nach Zypern gesucht

Doch Katharina Hammann recherchiert unermüdlich, setzt sich aus vielen Hinweisen aus früheren Gesprächen mit ihrem Ex-Freund und den Handy-Fotos ein Bild zusammen, wo sie ihre Tochter suchen könnte. Schließlich hat sie ihre knappen Ersparnisse – Katharina Hammann studiert nach einer Ausbildung zur Pflegekraft in Schleswig-Holstein Soziale Arbeit – genommen und einen Flug nach Zypern gebucht. Denn auf der Insel, im griechischen Teil, hofft sie, ihre Tochter zu finden.

Seit nunmehr zwei Wochen ist sie dort jetzt unterwegs. „Ich weiß, dass Santina mit ihrem Vater hier ist“, sagt sie im Telefongespräch mit dem Nordkurier. Santina wird laut Polizeiauskunft über Interpol gesucht.

Die Behörden in Zypern wissen über den Fall Bescheid. „Die Leute hier tun wirklich ihr Bestes, mir zu helfen“, sagt Katharina Hammann. Ihre Ersparnisse neigen sich dem Ende, doch sie will weitermachen, ihre Tochter zu finden und zu verhindern, dass sie vom Vater nach Syrien gebracht wird.

Ihre Oma, Ursula Ulbrich, kann ihr dabei finanziell kaum unter die Arme greifen und hat darum einen Spendenaufruf gestartet. Wer helfen möchte, kann auf Ursula Ulbrichs Konto Geld einzahlen: DE 22150517320040092365, Verwendungszweck: Santina.

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Kommentare (16)

Das kommt davon, wenn man (oder Frau) sich mit jemanden einlässt der nicht aus unserem Kulturkreis stammt. Selbst Schuld ! Und jetzt auch noch um Spenden betteln ! ! !

Wer ist denn an ihrer Beschränktheit schuld - wohl nur Sie selbst?
Ihr Kommentar schafft es garantiert unter die Top-10 der unmenschlichsten.

Unmenschlich ist hier nur eins, dass der Syrer sich hier Asyl erschlichen hat und nun sein Kind der Obhut seiner Mutter entzieht, um es streng islamistisch zu erziehen.
Genau das ist schon hundertfach passiert, was aber durch Gutmenschen geleugnet wird. Der Kommentar von Wilma ist einfach nur eine Tatsache. Sie NBAR ..... können ja spenden, aber ich wette, so ein Gutmensch sind sie dann doch nicht, beim Geld hört die Gutmenschlichkeit dann auf.

Das ist kein Einzelfall, erst wird fleißig rumgemacht, von mir wäre jeder Cent zu Schade

Wer weiß was dieser Syrer mit seiner Tochter noch alles vor hat. Der Menschenhandel mit Kindern ist dort unten sehr beleibt. Sie hätte sich besser einen deutschen Mann besorgen sollen, statt sich mit Messermännern und Axtschlägern einzulassen. Das ist nun die Strafe für ihre Unzucht.

Sie war spitz, wie Schmidts Katze

...welche Kommentare hier abgegeben werden! "...Kulturkreis...", "...hundertfach passiert...". Traurig, wenn man die Nachrichten nur mit braunem Filter liest. Oder aus welchem Kulturkreis kam Leonies Stiefvater? Und hundertfach flüchten Frauen mit ihren Kindern vor ihren prügelnden deutschen Ehemännern in Frauenhäuser.
Ich hoffe für die Mutter, dass sie ihr Kind bald zurück bekommt, wundere mich nur, warum der Vater trotz des Entführungsvorwurfs noch Fotos schickt.

Leonis Stiefvater kommt vom Drogenkreis, Als HARZER kann man nur 1 EURO für Drogen am Tag ausgeben, aber es gibt ja Kindergeld

Finden sie sich damit ab, dass der größte Teil der deutschen Bevölkerung gegen die Asylpolitik der Bundesregierung ist. Deshalb sind noch lange nicht alle Nazis. Übrigens ist der linke Pöbel kein deut besser, im Gegenteil.

Ich verstehe nicht, was die abwertenden Kommentare gegen die Mutter mit der Asylpolitik der Bundesregierung zu tun haben. Das sind verschiedene Themen. Aber wie auf Stichwort hacken alle nur herum. Was soll man auch anderes erwarten, wenn jemand kein anderes Ventil hat, als hier zu kommentieren.

Sie wunderten sich, warum der Mann Bilder schickt. Die Antwort ist relativ simpel, denn es handelt sich um eine Strafe gegenüber ihrer Mutter. Er versucht, ihr möglichst oft seelische Schmerzen zuzufügen. Das Lossagen von einem Mann bedeutet nach dem Verständnis seiner Kultur, einen Angriff auf seine Ehre als Besitzer der Frau und des Kindes. In jedem Fall sollte man hoffen, daß diese Geschichte glimpflicher als viele bekannte Beispiele endet.

NAZI WAR FRÜHER EIN KOSEFORM DES VORNAMENS IGNAZ

Man denkt, das passiert immer nur den Anderen und auf einmal ist man selbst betroffen. Mein Mitleid für eine erwachsene Frau, die sich auf solch ein Abenteuer einläßt, hält sich auch in Grenzen. Es mag eigenartig klingen, Verbindungen von deutschen Männern mit Frauen aus anderen Kulturkreisen sind nachweislich dauerhafter. Das liegt nicht daran, daß deutsche Männer besonders nett sind, sondern einfach an der Tatsache, daß diese Frauen es oft zum ersten Mal erleben, als gleichwertig betrachtet zu werden und diese Rolle ist wohl leichter zu ertragen, als für eine deutsche Frau, die nur bis zum ersten Beischlaf als begehrenswert betrachtet wird und anschließend als folgsames und dienendes Eigentum. Wenn sie mit ihrer Rolle nicht zufrieden ist, muß sie mit anschließend sehr unangenehmen Folgen rechnen, wie in diesem Fall oder noch schlimmer. Das hat mit der traditionellen Auffassung "Ehrgefühl" etwas zu tun. Wer sich mehr dafür interessiert, besonders aus der Damenwelt, sollte einmal nach "1001 Geschichten" googlen, wo tausende Frauen ihre wahren Geschichten schildern, um andere Frauen zu warnen, sich in ein solches Abenteuer einzulassen, auch wenn es noch so juckt.

Die Männer entladen sich, von Ihrer Triebhaftigkeit, und die Frauen werden abgeschoben, in der Besenkammer. Und auf, zum fröhlichen Jagen

Wir sind schon aufgeklärt, und wissen, wo alles hingehört

Ich bin schockiert, welche Hetze der Nordkurier in seinen Kommentaren zu lässt. Wo bleibt da die redaktionelle Verantwortung?
Was Feuerfuchs hier ablässt, sollte schon justiziabel sein: "Sie war spitz, wie Schmidts Katze."

Da sich ohne Druck wohl nichts ändern wird, empfehle ich der jungen Frau vom Nordkurier eine Unterlassungserklärung zu fordern und damit einen Anwalt zu betrauen. Das dürfte den Verlag richtig Geld kosten und so vielleicht einen Lerneffekt bringen.