Proteste führen zum Erfolg

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Na bitte, geht doch: Plötzlich ist der Windbruch-Weg wieder frei

Freie Fahrt haben Radler wieder auf der altbekannten Strecke zwischen Leussow und Zwenzow.
Freie Fahrt haben Radler wieder auf der altbekannten Strecke zwischen Leussow und Zwenzow.
Tobias Lemke

Umweltminister Backhaus hat auf den Tisch gehauen und die Beseitigung der vom Sturm gefällten Bäume bei Zwenzow angeordnet. Für ordentlich Gesprächsstoff taugt der Schildbürgerstreich aber weiterhin.

"Längst überfällig" findet nicht nur Campingplatz-Mitarbeiterin Silvia Geyer was jetzt endlich im Müritz-Nationalpark bei Zwenzow geschehen ist. Klammheimlich hat das Nationalparkamt am Radweg zwischen Leussow und Zwenzow die Bäume weggeräumt, die dort im Juni bei einem Sturm umgestürzt waren.

Vorangegangen war dem Arbeitseinsatz ein Machtwort aus Schwerin. Umweltminister Till Backhaus (SPD) hatte die Beseitigung angeordnet. Der Nationalpark hatte eigentlich die Bäume liegen lassen wollen, um das außergewöhnliche Naturereignis eines "Windwurfs" zu dokumentieren.

Die Ansage des Ministers dürfte ihre Gründe auch in der Welle der Empörung gehabt haben. Die Entscheidung, den aus Steuermitteln finanzierten Radweg sich selbst zu überlassen und eine Umleitung herzurichten, hatte viele Kritiker auf den Plan gerufen.