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Nach Pfingsten droht das Verkehrs-Chaos

Die Umleitungsschilder stehen schon und weisen auf den Ausnahmezustand hin.
Die Umleitungsschilder stehen schon und weisen auf den Ausnahmezustand hin.
Susanne Böhm

Ab der nächsten Woche wird es ungemütlich – in Wesenberg, Wustrow und Canow. Ein Großteil des B 96-Verkehrs wird sich nämlich durch die kleinen Dörfer und Städte wälzen. In der Kleinseenplatte grassiert inzwischen die Angst.

Noch vier Tage, dann tritt der Ernstfall auf der Bundesstraße 96 ein. Ab dem 17. Mai wird die Ortsdurchfahrt Fürstenberg dichtgemacht und damit die wichtigste Nord-Süd-Verbindung der Region gekappt. Die Umleitungsschilder stehen schon und kündigen den Ausnahmezustand an. Denn sechs Wochen lang wird alles, was zwischen der Ostsee und Berlin pendelt, knapp 40 Kilometer Umweg fahren müssen und sich über schmale Straßen und durch kleine Städte und Dörfer wälzen. Alle Fahrzeuge quälen sich durch Wesenberg, Wustrow, Canow und Rheinsberg.

Laut Auskunft des Landesbetriebes Straßenwesen Brandenburg (LS) gibt es keine Alternative zu den Arbeiten, die vom 17. Mai bis zum 27. Juni geplant sind. Eine Vollsperrung des Fürstenberger Nadelöhrs sei unvermeidlich. Die dauerbelastete Ortsdurchfahrt wurde 1993 in ihrer heutigen Form ausgebaut. Nun müsse nach mehr als 20 Jahren die Fahrbahn überholt werden, so LS-Mitarbeiter Hans-Jürgen Otte.

Die Umleitung beginnt in Gransee und geht über die Landesstraße 22 und die L 223 nach Rheinsberg. Von dort führt die Ausweichroute über die B 122 nach Wustrow und Wesenberg zur B 198 und schließlich zur B 96 südlich von Neustrelitz. Die Länge der Umleitung beträgt brutto 72 Kilometer, rechnet Hans-Jürgen Otte. Der direkte Weg Gransee–Fürstenberg–Neustrelitz sei 37 Kilometer lang, sodass eine Umleitung von fast 40 Kilometern in Kauf genommen werden müsse. Eine kürzere Strecke über Godendorf, Lychen und Himmelpfort werde nicht offiziell ausgeschildert werden, da sie nicht für Lkw über 40 Tonnen geeignet ist, heißt es aus dem Landesbetrieb Straßenwesen.