Im vergangenen Jahr häuften sich die Übergriffe auf Pferde – so auch in Diemitz.
Im vergangenen Jahr häuften sich die Übergriffe auf Pferde – so auch in Diemitz. Tobias Lemke
Tierquälerei

Nächster Angriff auf Pferde in Neustrelitz

Von dem Pferderipper fehlt der Polizei zufolge immer noch jede Spur. Nun wurde ein weiterer Vorfall vor wenigen Monaten bekannt. In einem ähnlichen Fall haben die Beamten einen Verdächtigen.
Neustrelitz

Die Serie an scheußlichen Übergriffen auf wehrlose Pferde in der Region reißt offenbar nicht ab. Wie die Polizei jetzt mitteilte, hat es erst im Oktober vergangenen Jahres einen weiteren Angriff auf ein Pferd gegeben. Der unbekannte Täter soll den Beamten zufolge eine Stute in Neustrelitz mit einem scharfen Gegenstand verletzt haben. Beunruhigend: Die Ermittler konnten bislang keinen Verdächtigen ausmachen – ebenso wie bei den anderen Pferde-Attacken in jüngster Vergangenheit. So haben die Beamten die Fälle aus Mangel an Anhaltspunkten zum Teil bereits zu den Akten gelegt.

Der nun öffentlich gewordene Fall reiht sich in eine erschreckend lange Liste an ungeklärten Tierquälereien ein. Vor fast einem Jahr hatte ein Pferderipper bereits auf einem Reiterhof in Ollendorf eine Stute im Genitalbereich schwer verletzt. Glücklicherweise konnte sich das Tier zumindest körperlich recht schnell von dem Angriff erholen. Nur wenige Monate später wurde in Godendorf ebenfalls eine Stute von einem bisher nicht auffindbaren Messerstecher verletzt.

Verfahren bei Sodomie-Fall eingestellt

Dann schaltete sich sogar die Tierschutzorganisation Peta ein, schrieb eine hohe Belohnung für Hinweise auf den Täter aus – und forderte ein behördliches Register, in dem Anschläge auf Pferde bundesweit gesammelt werden. Schon im September folgte aber der nächste Schock: Ein Unbekannter stach wohl auf einer Koppel nahe der Diemitzer Schleuse in den Hals eines Pferdes. Einen Zusammenhang mit den vorherigen Pferderipper-Vorfällen hielten die Beamten jedoch damals schon für unwahrscheinlich. Denn unter anderem waren die Wunden nicht sehr tief.

In einem ähnlich abstoßenden Fall konnte die Polizei zumindest einen Tatverdächtigen ausmachen. Denn vor rund einem Jahr hat sich ein 67-jähriger Deutscher sexuell an einem Pferd in Wesenberg vergangen. Die Staatsanwaltschaft Neubrandenburg hat das Verfahren jedoch bereits eingestellt. Denn für eine Straftat bestand den Angaben zufolge kein hinreichender Tatverdacht. Offenbar wurde das Pferd nicht schwer verletzt. Die Sodomie wurde im Folgenden als reine Ordnungswidrigkeit eingestuft. Diese ahndet der Landkreis Mecklenburgische Seenplatte. Genauere Angaben zum Fall konnte die Kreisverwaltung am Donnerstag nicht mitteilen.

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