STRAßENBAU

Nächster Schritt in Richtung Mirower Ortsumgehung

In Sachen Umfahrung von Mirow wird nun eine weitere wichtige Phase eingeleitet. Die Baupläne zum Westteil liegen ab Montag öffentlich aus.
In Mirow leidet die Innenstadt unter dem starken Durchgangsverkehr auf der B 198. Ein Großteil des Verkehrs machen schwe
In Mirow leidet die Innenstadt unter dem starken Durchgangsverkehr auf der B 198. Ein Großteil des Verkehrs machen schwere Laster aus. Lärm und Dreck belasten die Anwohner (Archivbild). T. Lemke/Archiv
Mirow.

Für den geplanten Bau der Mirower Umgehungsstraße soll jetzt die nächste wichtige Hürde genommen werden. Das Straßenbauamt Neustrelitz hat die Durchführung des Planfeststellungsverfahrens für den Westabschnitt beantragt. Ab Montag liegen die Unterlagen für den zweiten Teil der Straße im Amt Mecklenburgische Kleinseenplatte zur Einsicht für jeden bis Anfang September öffentlich aus. Zudem sind die Pläne auf der Internetseite des Landesamtes für Straßenbau und Verkehr MV einsehbar.

Für den Südabschnitt erfolgte die öffentliche Auslegung der Pläne bereits vor zwei Jahren. Insgesamt 19 Einwendungen von Privatpersonen, eine Stellungnahme einer Naturschutzvereinigung sowie 25 Stellungnahmen von Trägern öffentlicher Belange gingen laut dem Schweriner Infrastrukturministerium zum Südteil ein. Doch erst jetzt im September 2020 finden die Erörterungstermine dazu in Mirow statt.

Stellungnahmen können bis 2. Oktober eingereicht werden

Auch der Start des Planfeststellungsverfahrens im Westabschnitt war eigentlich früher erwartet worden. Hier gilt es nun überhaupt erst mal, die Stellungnahmen und Einwendungen zu sammeln. Bis zum 2. Oktober können diese zu den Bauplänen beziehungsweise dagegen eingereicht werden.

Aus Sicht der Bürgerinitiative Umgehungsstraße (BI) habe der ganz Vorgang bis hierher mal wieder viel zu lange gedauert. „Und Corona kann auch nicht an allen Verzögerungen schuld sein“, findet Marian Lopuszanski von der BI. Wichtig ist ihm, dass die Bauplanung nun bei der Planfeststellungsbehörde, das heißt, beim Landesamtes für Straßenbau und Verkehr MV in Rostock, weiterhin in guten Händen sein müsse und alle weiteren Arbeitsschritte zügig erfolgen sollten.

Bis zum Baustart dauert es noch

Wie bereits beim ersten Abschnitt werden schließlich auch zum Westteil der Umgehung alle Einwendungen vom Landesamt überprüft und Erwiderungen erarbeitet. Bis zu einem möglichen Baustart kann es also noch dauern. Zumal keiner ausschließen kann, dass es wieder eine Klage gegen die Straße geben könnte. So war für den Westabschnitt bereits im September 2014 ein Planfeststellungsverfahren eingeleitet worden. Dieses Verfahren wurde eingestellt. Stellungnahmen von damals sind außer Kraft gesetzt und werden dem neuen Verfahren nicht zugeordnet. Dass seinerzeit keine Baureife erreicht wurde, hängt mit einer Klage gegen das Straßenbauprojekt zusammen. Nach Hinweisen vom Gericht hatten die Straßenplaner bereits die Bauplanung für den Südabschnitt nachgebessert.

Die Demonstrationen auf der Mirower Ortsdurchfahrt starten übrigens wieder im September. Die Proteste können unter Einhaltung der Corona-Auflagen stattfinden. „Wir haben uns zu allen nötigen Regeln, die einzuhalten sind, schlaugemacht“, erklärt Lopuszanski. Mehrere Vertreter aus der Politik hätten bereits ihr Kommen angekündigt.

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