Mehrkosten
Neubau der Badeanstalt Amtswerder wird teurer als gedacht

Auf dem Fundament der ehemaligen Badeanstalt in Feldberg soll eine neue gebaut werden. Die wird mehr kosten als zunächst angenommen (Archivbild).
Auf dem Fundament der ehemaligen Badeanstalt in Feldberg soll eine neue gebaut werden. Die wird mehr kosten als zunächst angenommen (Archivbild).
Susanne Böhm/Archiv

Der Neubau der Badeanstalt auf dem Feldberger Amtswerder wird nach jahrelanger Debatte Realität. Doch die alten Kostenpläne von 2016 müssen überarbeitet werden. Das Ergebnis: Die Rechnung für das Projekt fällt saftiger aus als gedacht.

Eines der aktuell größten Projekte in Feldberg, der Neubau der Badeanstalt auf dem Amtswerder, soll in diesem Jahr final angepackt werden. Am Mittwoch dieser Woche fand die erste Bauberatung statt. Zuvor musste auf der Gemeindevertretersitzung der Feldberger Seenlandschaft in der vorigen Woche über einen Antrag zur Annahme der Mehrkosten abgestimmt werden. Denn wie sich bereits im vergangenen Jahr angekündigt hatte, sind die Baukosten gestiegen, und zwar um ganze 25 Prozent.

Eine Baugenehmigung liegt seit März 2018 vor. Allerdings wurde der Haushaltsplan des Vorjahres erst im September verabschiedet. Ungewissheit über die Kosten des Projekts zeigte sich da bereits. „Die errechneten Kosten stammen aus dem Jahr 2016. Inzwischen sind die Baupreise kräftig gestiegen“, sagte Bauamtsleiterin Katrin Zemlin damals zu dem Thema. Nach dem jetzigen Stand werden sich die Kosten von 556.000 Euro auf rund 695.000 Euro erhöhen.

Mehrkosten abgesegnet

In den Jahren 2017 und 2018 war das Projekt Badeanstalt bereits mit 556.000 Euro in dem Haushalt eingeplant. Bis jetzt wurden davon 45.900 Euro ausgegeben. Somit entsteht für den Haushalt 2019 eine Lücke von circa 139.000 Euro. Die Gemeindevertreter haben auf ihrer vergangenen Versammlung einer Aufnahme dieser Mehrkosten ihre Zustimmung erteilt. Wie genau die Lücke geschlossen wird, muss sich noch zeigen.

Ein Teil der Kosten könnte mit Fördergeldern gedeckt werden. Anträge beim Innenministerium in Schwerin und beim Landkreis Mecklenburgische Seenplatte wurden gestellt. „Mit Glück wird der noch ausstehende Eigenanteil der Gemeinde bei um die 60.000 Euro bleiben“, sagte Bürgermeisterin Constance Lindheimer auf der Versammlung der Gemeindevertreter. Ob das funktioniert ist noch die Frage, Antworten auf die Anträge stehen bis dato aus.

Alle zwölf Lose vergeben

Schon im vergangenen Jahr wurde beschlossen, die Bauaufträge in 12 Lose zu teilen. Diese wurden vor der Kostenaufstellung alle vergeben. „Wir wollten es so kleinteilig halten, um möglichst viele regionale Firmen miteinbeziehen zu können“, erklärt Katrin Zemlin. Mit einer einzigen Ausnahme gingen die Zuschläge an Unternehmen aus der Umgebung. Fest sind diese Verträge erst seit Ende Januar. Ursprünglich war als Frist der 18. Januar angedacht. Durch die Mehrkosten musste aber noch ein Entscheid der Gemeindevertreter her. Daher wurde die Frist mit Einverständnis der Bieter verschoben.

Für die Fertigstellung des Projekts haben sich die Verantwortlichen ein ehrgeiziges Ziel gesetzt. Im Oktober dieses Jahres sollen die Arbeiten auf dem Amtswerder abgeschlossen sein. Das wäre das Ende einer langen Debatte, denn der Neubau einer Badeanstalt ist in Feldberg über viele Jahre diskutiert worden. Zunächst ging es um die Wahl eines Betreibermodells. Schließlich favorisierte die Gemeinde ein abgespecktes Konzept in eigener Trägerschaft, das den Sportverein einbezieht.