Statt Hotel-Bau
Neue Wohnungen in der alten Gutsanlage Wittenhagen

Noch in diesem Jahr sollen in den Räumen der einstigen Kunsthalle Arbeiten beginnen. Die Etage wird umgebaut, dort entstehen Ferienwohnungen. Das Luzin Theater im Erdgeschoss bleibt aber bestehen. Foto: Marlies Steffen
Noch in diesem Jahr sollen in den Räumen der einstigen Kunsthalle Arbeiten beginnen. Die Etage wird umgebaut, dort entstehen Ferienwohnungen. Das Luzin Theater im Erdgeschoss bleibt aber bestehen. Foto: Marlies Steffen

Eigentlich sollte die ehemalige Kunsthalle Wittenhagen zum Hotel werden. Doch jetzt hat der Investor einen neuen Plan, der ein Problem in Feldberg löst.

Kein Hotel mehr, dafür Mietwohnungen: Fast genau ein Jahr ist es her, dass die Gemeindevertretung der Feldberger Seenlandschaft einem Bebauungsplan für den Gutshof Wittenhagen zustimmte. Planungsziel war im März 2018 die Schaffung einer Hotelanlage mit Gastronomie- und Wellnessangeboten im bestehenden Gebäudekomplex sowie in zwei neu zu errichtenden Gebäuden.

An diesem Donnerstag befasst sich die Gemeindevertretung der Feldberger Seenlandschaft nun erneut mit dem Gutshof. Denn die Pläne haben sich modifiziert, wie Fritz Jäger, der langjährige Geschäftsführer der Gut Conow GmbH, dem Nordkurier bestätigte. Zwar finden sich weiterhin Ferienwohnungen in den GmbH-Plänen. Von der Hotelanlage aber hat sich das Unternehmen verabschiedet. Auf dem Gutsgelände sollen nunmehr auch Mietwohnungen errichtet werden. Jäger nennt hier die Zahl 19.

Wellnessbereich im Pferdestall

Die neuen Quartiere, die zur in Feldberg ortsüblichen Miete zu haben sein sollen, entstehen allerdings nicht sofort. Zunächst sollen in diesem Jahr Bauarbeiten in den Räumen der ehemaligen Kunsthalle beginnen. Dort entstehen Ferienwohnungen. Fest hält die GmbH an Wellnessbereich und Gastronomie. Das Luzin-Theater, das seine Bühne im Erdgeschoss aufgeschlagen hat, kann an seinem Standort bleiben. Im früheren Restaurant „Wildschwein“ soll darüber hinaus wieder eine Gastronomie einziehen.

Zur Gutsanlage gehören bislang das Gutshaus, der Pferdestall und das Haus, in dem sich die Kunsthalle befand. Sozusagen als Spiegel der Gebäude sollen auf dem Areal links des Guthauses zwei neue Gebäude errichtet werden, in denen die Mietwohnungen entstehen. Sie sollen rein äußerlich dem früheren Pferdestall und dem ehemaligen Kunsthallengebäude angepasst werden. Der Neubau werde allerdings erst in vier bis fünf Jahren angegangen, kündigte Fritz Jäger an. Der Wellnessbereich, der im früheren Pferdestall untergebracht wird, soll hingegen schon früher Gestalt annehmen. Die Arbeiten daran würden voraussichtlich 2021 starten.

Wohnungsmangel ist in Feldberg ein Problem

Die Kunsthalle Wittenhagen als eine der größten Ausstellungsflächen landesweit war 2017 geschlossen worden – wegen fehlender Rentabilität. Der Neubau von Wohnungen verspricht nun regelmäßige Einnahmen aus Mieten, zudem dürfte das Projekt in der Feldberger Seenlandschaft willkommen sein. Dort wird seit längerem ein Mangel an Mietwohnungen für Feldberg beklagt. Der angrenzende Gutspark soll erhalten bleiben.