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Neuer Anlauf für Mirower Kurtaxe?

Schlossinsel und die Seenlandschaft locken viele Urlauber nach Mirow.
Schlossinsel und die Seenlandschaft locken viele Urlauber nach Mirow.
Dirk Laubner/Archiv

In der Nachbarstadt Rechlin ist eine Kurabgabe im Gespräch. Das könnte die Diskussion auch in Mirow wieder anheizen. Das Thema ist noch nicht vom Tisch, heißt es in der Stadt.

Hoteliers sowie Vermieter von Ferienwohnungen in der Mirower Gegend und ihre Gäste konnten zuletzt noch einmal aufatmen. Denn der vorerst letzte Anlauf, in Mirow eine Kurtaxe oder eine andere Tourismusabgabe einzuführen, verlief im Sande. Nun gibt es aber in der Region doch wieder Bestrebungen, Urlauber zur Kasse zu bitten, und zwar beim Nachbarn in Rechlin. Schon dürften die Gespräche um eine Kurtaxe auch in Mirow wieder an Fahrt aufnehmen. 

„Das ist weiterhin ein wichtiges Thema für die Stadt“, sagt Mirows Bürgermeister Karlo Schmettau (FDP). Am Wochenende nimmt er in Zingst bei einer Konferenz des Bäderverbands Mecklenburg-Vorpommern teil. In den Gesprächen gehe es dort unter anderem um das Thema „Einnahmengenerierung“, erklärt Schmettau. Wie können Kurorte ihre Ausgaben für Erholungsgäste ein Stück weit wieder hereinholen, etwa mit einer Kurtaxe? „So etwas würden wir ja nicht machen, um die Bürger zu ärgern, sondern weil wir als Kurort zum Beispiel in der Pflicht sind, Parks und Grünanlagen in Schuss zu halten“, sagt Schmettau. Im näheren Umkreis haben Röbel, Feldberg oder Waren eine solche Abgabe für Urlauber bereits eingeführt.

"Zu wenig Leistungen für Gäste"

Über kurz oder lang werde der Schritt wohl auch in Mirow kommen, denkt Andrea Nemecz (FDP). Sie spricht sich allerdings für eine andere Form aus. Die Stadtvertreterin hatte als Bistro- und Ferienhausbetreiberin den Vorsitz im Mirower Tourismusbeirat übernommen. Die Runde sollte sich der Frage: „Urlauber-Taxe ja oder nein?“ annehmen. Das Thema wie auch die Arbeit im Beirat seien inzwischen aber auf Eis gelegt, sagt Nemecz.

Falls die Stadt einen neuen Anlauf unternimmt, plädiert Nemecz eher für eine Fremdenverkehrsabgabe, bei der nicht die Touristen zahlen, sondern alle Gewerbetreibenden. Eine Kurtaxe von Urlaubern zu erheben, sei in ihren Augen nicht gerechtfertigt, da die Stadt dafür einfach zu wenig Leistungen für Gäste anbiete. „Es gibt kein Kurhaus. Schloss und 3 Königinnen Palais werden vom Land und vom Landkreis betrieben“, erklärt Nemecz.