BAU BEGINNT BALD

Neues Feuerwehrhaus für Wesenberg in Sicht

Wenn nichts mehr dazwischen kommt, kann der Bau im kommenden März beginnen. Der Weg dahin war nicht leicht. Es gab Schwierigkeiten mit den Fördergeldern.
Susanne Böhm Susanne Böhm
Wesenbergs Wehrführer Martin Gohlke im Gespräch mit einer Besucherin. Die Feuerwehr hatte am Sonnabend zum Tag der offenen Tür eingeladen.
Wesenbergs Wehrführer Martin Gohlke im Gespräch mit einer Besucherin. Die Feuerwehr hatte am Sonnabend zum Tag der offenen Tür eingeladen. Susanne Böhm
Wesenberg.

Voraussichtlich im März kommenden Jahres beginnt der Bau des neuen Feuerwehrhauses in Wesenberg. Darüber informierte Wehrführer Martin Gohlke am Sonnabend bei einem Tag der offenen Tür. Bereits im September 2015 hatten Wesenbergs Stadtvertreter beschlossen, dass ein neues Gerätehaus gebaut wird. Dass es bis zur Grundsteinlegung eine Weile dauern wird, war allen klar. Dass aber dreieinhalb Jahre verstreichen würden, damit hatte wohl kaum jemand gerechnet.

Es gab Schwierigkeiten bei der Einwerbung der Fördermittel, erklärte Martin Gohlke. 2015 war noch von rund 1,3 Millionen Euro Gesamtkosten ausgegangen worden. Weil die Baukosten aber enorm gestiegen sind, wurde das Vorhaben teurer. Es musste umgeplant werden. Nun soll nur der Sozialtrakt massiv gebaut werden, alles andere wird in Leichtbauweise errichtet, so Martin Gohlke. Das neue Gebäude ist notwendig, weil beim Alten die Mängelliste groß und die Arbeitsbedingungen unzumutbar sind. „Das Haus wird von der Feuerwehrunfallkasse nur noch geduldet. Eigentlich müssten wir zumachen.”

Alarmierung per Handy-App

Beim Alarmierungssystem setzen die Wesenberger Kameraden dagegen bereits auf moderne Technik: das Verfügbarkeitssystem Divera 24/7. Alle Einsatzkräfte haben eine App auf ihrem Handy, in die sie eingeben können, ob sie einsatzbereit sind oder nicht und wie viele Minuten sie bis zum Feuerwehrhaus bräuchten. Die Daten werden rund um die Uhr auf einen Bildschirm im Gerätehaus übertragen. „Dadurch wird der Abmarsch steuerbar. Der Einsatzleiter kann sehen, mit wie vielen Kameraden noch zu rechnen ist und weiß, ob er noch warten oder schnell starten sollte”, erklärte Jugendwart René Deparade. Außerdem hat die App eine Handyalarmierung, die zusätzlich zum Funkmelder Alarm schlägt.

Auch personell scheint es bergauf zu gehen. Zwar bräuchten die Wesenberger zu den 26 Aktiven noch mindestens 25 weitere Kameraden, wie Martin Gohlke sagte. Doch immerhin wurden vor Kurzem über einen Aufruf in Gestalt einer Stellenanzeige zwei neue Kameraden gewonnen und beim Tag der offenen Tür ein Neueinsteiger. Zudem sind derzeit 15 Jungen und Mädchen in der Jugendgruppe, zehn in der Kindergruppe. „Mit ihnen steuern wir gegen. Bisher konnten wir noch alle uns gestellten Aufgaben erfüllen, wenn auch mit ein bisschen Glück“, so der Feuerwehrchef.
 

 

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