GAUDI

Neustrelitz erlebt den Machtkampf der Marktschreier

Wurst-Achim, Käse-Barnie und Aal-Ole kommen nach Neustrelitz. Die leisen Töne sind nicht ihre Sache, schließlich sind sie Marktschreier.
Aal-Ole kommt direkt vom Hamburger Fischmarkt nach Neustrelitz.
Aal-Ole kommt direkt vom Hamburger Fischmarkt nach Neustrelitz. PR
Neustrelitz.

Auf dem Neustrelitzer Marktpatz geht‘s ab Donnerstag rund. Wurst-Achim, Aal-Ole, Nudel-Anne und Käse-Barnie brüllen um die Wette und überhäufen die Neustrelitzer mit Beuteln voller Schinken und Eimern voller Käse. Erstmals klappt die echte Gilde der Marktschreier in der Residenzstadt ihre Buden auf und verspricht, dass es ordentlich was auf die Ohren und in die Tüten gibt.

Am Donnerstag, den 20. Februar, geht‘s los. Bis Sonntag, den 23. Februar, bieten die Verkäufer und Entertainer täglich von 10 bis 18 Uhr lautstark ihre Waren feil. Auch Knabber-Paul, Mister Snack, Taschen-Hinnerk und Gewürz-Uwe mischen kräftig mit.

Eröffnung wird zu einer besonderen Gaudi

Im Gegensatz zum deutschen Marktschreier-Meister Wurst-Achim sind sie Neulinge in ihrer Zunft. Aal-Ole, das Original vom Hamburger Fischmarkt, dürfte auch in Neustrelitz dem einen oder anderen bekannt sein. Am berühmtesten ist aber Joachim Pfaff, alias Wurst-Achim, der aktuelle Deutsche Meister, der seit dem Jahr 2009 als lautestes Lebewesen der Welt im Guinnessbuch der Rekorde steht. Er war damals gegen einen Brüllaffen angetreten und schlug das Tier mit 112 Dezibel deutlich. „Halbes Schwein für 15 Euro“ und ähnliche Sachen schreit er in die Menge. Wie das klingt, das erfahren die Neustrelitzer in wenigen Tagen.

Nicht fehlen darf der Holländische Blumenkönig mit seinem überdimensionalen Angebot an Orchideen und Palmen. Ein kleiner Krammarkt und ein Kinderkarussell runden die Sache ab. Eine Gaudi wird schon die Eröffnung am Donnerstag um 11 Uhr mit dem obligatorischen Fassanstich und Freibier sowie einem originalen Marktschreier-Frühstück nebst einer großen Matjesverkostung für alle.

Seit 50 Jahren unterwegs

Der Name Echte Gilde der Marktschreier steht als Synonym für die Entwicklung der volkstümlichen Traditionen des Marktschreiens, die auf dem Fischmarkt in Hamburg Altona gedieh. Die Händler sind nach eigenen Angaben nicht nur die ältesten, sondern auch die seriösesten Marktschreier der Republik. Seit 50 Jahren ziehen sie durchs Land und veranstalten Märkte und Streetfood-Festivals in Städten wie Leipzig, Bremen, Hannover, Dresden, München und in vielen anderen Städten bundesweit. Bekannt sind sie auch durch Fernsehbeiträge. Sie führen die Traditionen der Städte weiter, greifen aber auch neue Ideen auf. „Beispielsweise ist bei den Leuten das berühmte Krabbenpulen sehr beliebt, aber auch unsere Matjesbrötchen und unsere Happy-Hour. Nach alter Tradition finden Marktschreier-Wettbewerbe und Show-Veranstaltungen statt. Wie immer kürt das Publikum den Besten unter den Schreiern. Dabei kommt es nicht auf Lautstärke, sondern auf Originalität, Schlagfertigkeit, Witz, Humor und den Dialog untereinander an“, heißt es von den Marktschreiern.

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