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Neustrelitz will Fasanerie vom Müll befreien

Von Glassplittern übersät ist die schmale Treppe, die auf den Rundweg durch die Fasanerie führt.
Von Glassplittern übersät ist die schmale Treppe, die auf den Rundweg durch die Fasanerie führt.
Marlies Steffen

Die Fasanerie am Rande des Neustrelitzer Wohngebietes Kiefernheide präsentiert sich dieser Tage nicht eben einladend. Schuld daran ist eine mittlerweile weit verbreitete Unsitte, die beim Bürgermeister für eine Erkenntnis gesorgt hat.

Wer derzeit den Rundweg durch die Neustrelitzer Fasanerie passiert, hat den Eindruck, hier wird gnadenlos über den Durst getrunken. Und mit den geleerten Trinkbehältnissen wird anschließend entweder „Flaschen zerdeppern“ oder „Flaschen versenken“ gespielt. Die schmale Treppe von Hotelparkplatz in den Fasanerie-Park jedenfalls ist von Glassplittern übersät. Und in den Tümpeln und Teichen liegen immer wieder leere Flaschen.

Auf den teils nicht eben gepflegten Zustand des Geländes machte Oliver Bornemann vom Parkhotel Fasanerie Royal Inn den Nordkurier aufmerksam. Seine Hotelgäste würden die Fasanerie-Anlage als zum Hotel zugehörig ansehen und ihn auf den beim Spaziergang vorgefundenen Unrat ansprechen. Allerdings befindet sich der Fasanerie-Park in städtischem Gelände, so Bornemann. Der Stadt obliegt in der Tat die Verantwortung für die Fasanerie, die eine lange Tradition als Ausflugsort besitzt.

Rathaussprecherin Petra Ludewig versicherte auf Nordkurier-Nachfrage, dass die Vermüllung des Geländes bekannt sei. „Es wird für eine Beseitigung gesorgt“, kündigte sie an. Die Rathaussprecherin bestätigte außerdem, dass das unansehnlich gewordene Schild, das auf den Fasanerie-Park aufmerksam macht, aufgearbeitet wird. Der Auftrag werde bis Ende Mai umgesetzt, hieß es.

Vor fünf Jahren erst ist in einem gemeinsamen Projekt mit dem Naturschutzbund Nabu ein Naturerlebnispfad eingerichtet worden. Auf dem Areal leben auch Fledermäuse. Direkt durch die Fasanerie führt auch ein Teil des Müritz-Nationalpark-Wanderwegs. Die zunehmende Vermüllung von Wegen und Plätzen im Neustrelitzer Stadtgebiet hatte unlängst Bürgermeister Andreas Grund auf der jüngsten Sitzung der Neustrelitzer Stadtvertretung benannt. Dabei ging es unter anderem um die Unsitte, Kleinmüll aus fahrenden Pkw zu entsorgen, Sperrmüll in Wäldern und auf unbebauten Grundstücken abzulegen. Das Stadtoberhaupt beklagte auch die Unsinnte, Müll auf öffentlichen Plätzen abzulegen. „Ohne erhöhten Kontrolldruck wird sich keine Verbesserung erzielen lassen“, konstatierte der Bürgermeister.