Die Baugrube für den Anbau der Kita Knirpsenland ist bereits ausgehoben. Leiterin Anke Lengauer (r.) und Geschäftsf&
Die Baugrube für den Anbau der Kita Knirpsenland ist bereits ausgehoben. Leiterin Anke Lengauer (r.) und Geschäftsführerin Magret Höppner hoffen, dass die Arbeiten bis Juni erledigt sind. Heike Sommer
Baustelle

Neustrelitzer Kita braucht mehr Platz und baut an

Die Kindertagesstätte Knirpsenland bekommt einen Anbau. Dann stehen in der Einrichtung neue Räume für Therapie und Frühförderung zur Verfügung. Wie wird das finanziert?
Neustrelitz

Es ist eng geworden in der Kita Knirpsenland. Zu eng. Zwar gibt es ausreichend Gruppenräume für die insgesamt 113 Kinder, aber an Nebenräumen fehlt es mittlerweile. Die Sauna wurde zur Toilette umgebaut, auch die einst als Mehrzweckräume oder als Aufenthalt für die Erzieherinnen vorgesehenen Flächen sind im Laufe der Zeit zu Gruppenräumen umfunktioniert worden.

Mehr Anmeldungen als Plätze

„Das hat auch etwas mit dem veränderten Betreuungsschlüssel zu tun. Vorher betrug der bei Kindergartenkindern 1:18, heute 1:15. Das heißt, eine Erzieherin kommt auf 15 Kinder. Wir haben also mehr Gruppen und benötigen dementsprechend auch mehr Räume“, erklärt Magret Höppner. Sie ist Geschäftsführerin des Vereins „IDA & Freunde“, der die Kita in der Dr.-Schwentner-Straße in Neustrelitz betreibt.

Ginge es nach den Anmeldungen, so würden noch gut 20 Kinder mehr in die Kita kommen. „Aber das können wir nicht leisten“, sagt Kita-Leiterin Anke Lengauer. Was man aber gerne leisten möchte, ist mehr Platz zu schaffen. „Den Plan verfolgen wir schon eine ganze Weile, aber bisher haperte es an der Finanzierung“, sagt Magret Höppner. Als der Landkreis im zweiten Halbjahr 2022 kurzfristig Fördergelder für das Projekt in Aussicht stellte, ließ sich der Trägerverein nicht zweimal bitten. „Wir hatten uns bereits 2021 für das Investitionsprogramm des Landkreises beworben, waren aber leer ausgegangen“, sagt Magret Höppner.

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Bauarbeiten während des Kita-Betriebs

Im Dezember rückten die Bauarbeiter in der Schwentner-Straße an. Die Terminkette für den zehn mal zwölf Meter großen Anbau ist eng gestrickt. „Der Bau muss bis Ende Juni 2023 fertig sein. So sind die Bedingungen des Investitionsprogramms“, sagt die Geschäftsführerin. Alle Baugewerke sind mittlerweile vergeben. „Nun hoffen wir auf einen milden Winter“, sagt Magret Höppner. Die Arbeiten erfolgen bei laufendem Kita-Betrieb. Um einen störungsfreien Ablauf zu ermöglichen, wurde eine neue Auffahrt zum Kita-Gelände geschaffen. „Schon das Ausheben der Baugrube haben unsere Kinder mit großer Neugier verfolgt. Die Bauarbeiten betrachten wir als ein spannendes Lernfeld für die Kinder“, sagt Kita-Leiterin Anka Lengauer. Selbstverständlich halten sich die Firmen an die Schlafenszeiten der Kinder, fügt sie hinzu.

540.000 Euro sind als Baukosten veranschlagt. 300.000 Euro kommen als Zuschuss vom Land. In dem neu geschaffenen Anbau stehen den Kindern und Erzieherinnen dann ein neuer Mehrzweckraum und ein Therapieraum für die Frühförderung zur Verfügung.

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