DRK-KRANKENHAUS

Neustrelitzer Klinik bekommt mehr Geld

Das Neustrelitzer DRK-Krankenhaus gehört zu den 120 Kliniken bundesweit, die ab 2020 mehr Geld erhalten sollen. Die Klinik erfüllt dafür vorgegebene Kriterien.
Anne Marie Maaß und Heike Sommer Anne Marie Maaß und Heike Sommer
Im kommenden Jahr bekommt das Krankenhaus in Neustrelitz mehr Geld.
Im kommenden Jahr bekommt das Krankenhaus in Neustrelitz mehr Geld. Martina Schwenk
Neustrelitz.

Im kommenden Jahr soll es für bundesweit rund 120 Krankenhäuser mehr Geld geben. Das haben in dieser Woche die deutsche Krankenhausgesellschaft und der Spitzenverband der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) verkündet. Die Rede ist von einem sogenannten Sicherstellungszuschlag, der ab dem kommenden Jahr als eine Pauschale in Höhe von 400 000 Euro pro Krankenhaus gezahlt werden soll. Das Neustrelitzer DRK-Krankenhaus steht ebenfalls auf der Liste der potenziellen Geldempfänger.

Krankenhaus-Geschäftsführer Jan Weyer hält sich mit einer Bewertung des zu erwartenden Geldflusses zurück: „Es gibt noch keine Verbindlichkeit, da noch Gremienentscheidungen der GKV ausstehen“, sagt er. Allerdings geht die GKV davon aus, dass es keine Änderungen mehr geben wird, wie Stefanie Stoff-Ahnis, Vorstand des GKV-Spitzenverbandes erklärte. Nach der endgültigen Entscheidung werde die Liste der Standorte spätestens in dieser Woche veröffentlicht.

Krankenhäuser finanzieren sich über Fallpauschalen

Hintergrund des Sicherstellungszuschlags: Mit dem Geld soll im ländlichen Raum der Klinikbetrieb auf lange Sicht sichergestellt werden. Gerade in dünn besiedelten Gebieten reichen die Patientenzahlen teilweise nicht aus, um die laufenden Kosten der Kliniken über die Fallpauschale zu decken, erklärte Florian Lanz, GKV-Pressesprecher. Dennoch seien gerade dort die Notfall- und Grundversorgung sowie die Geburtshilfe unerlässlich, um für die Patienten weite Wege zu vermeiden.

Die Krankenhäuser finanzieren ihren laufenden Betrieb über Fallpauschalen. Für jeden Fall, sprich Patienten, gibt es also Geld. Weil manche Krankenhäuser in dünn besiedelten Gebieten liegen, kommt die ein oder andere Einrichtung nicht auf genug Patienten, um mit den Einnahmen der Fallpauschalen die laufenden Kosten abzudecken. Trotzdem ist das Krankenhaus für die Notfallversorgung oder die Geburtshilfe für die Menschen in der Gegend wichtig, die Fachleute sagen „bedarfsnotwendig“. Würde das Krankenhaus schließen, hätten es die Menschen im Umkreis zum Beispiel bei einer akuten Blinddarmentzündung, einem Autounfall oder einer Geburt zu weit zur Erstversorgung beziehungsweise zum Kreißsaal.

Voraussetzung für die Förderung ist, dass die Krankenhäuser jeweils eine Fachabteilung für Innere Medizin und für Chirurgie vorhalten oder eine geburtshilfliche Fachabteilung haben. Dies sei in Neustrelitz der Fall. GKV-Sprecher Florian Lanz betonte, dass die Pauschale für die Kliniken ab dem kommenden Jahr zur freien Verwendung steht. Welchen Kliniken die Pauschale gezahlt wird, soll künftig anhand eines Kriterienkatalogs jedes Jahr zum 30. Juni neu bewertet werden.

 

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