WEIHNACHTEN IM SCHUHKARTON

Neustrelitzer starten wieder große Hilfsaktion

Die Aktion Weihnachten im Schuhkarton hat begonnen. Erste eifrige Spender basteln und packen schon für arme Kinder in Osteuropa. Doch was darf rein und was nicht?
Erste Pakete und Sachspenden sind bei Heide-Maria Raabe (l.) und Katrin Kittendorf-Haak angekommen. Darunter auch viel Selbstg
Erste Pakete und Sachspenden sind bei Heide-Maria Raabe (l.) und Katrin Kittendorf-Haak angekommen. Darunter auch viel Selbstgestricktes. Martina Schwenk
Neustrelitz.

Wer denkt schon im Oktober an Weihnachtsgeschenke? Jene, die bei der Aktion Weihnachten im Schuhkarton mitmachen. Bis zum 15. November nimmt das Holzlädchen in der Strelitzer Straße 9, in Neustrelitz gefüllte Kartons an. Weihnachtsgeschenke für hilfsbedürftige Kinder in Osteuropa und Asien. Die können sich über Schulsachen, Spielzeug, Süßigkeiten und handgemachte Strickware freuen.

Im Strelitzer Land machen viele bereits seit Jahren mit, berichten Heide-Maria Raabe, Leiterin der Aktion in Neustrelitz, und Katrin Kittendorf-Haak, Eigentümerin des Holzlädchens. „Schon im September wurde nachgefragt, wann es wieder losgeht“, sagt Katrin Kittendorf-Haak.

Spender können Jungen oder Mädchen beschenken

Die ersten fünf Pakete brachte eine Neustrelitzerin ein paar Wochen, bevor die Aktion offiziell Anfang Oktober startete. Aber es kommen nicht nur Pakete an. „Es gibt ein paar fleißige Frauen, die jedes Jahr für die Kinder Socken, Mützen und Schals stricken.“ Davon hat Katrin Kittendorf-Haak schon einige Taschen voll im Laden zu stehen. „Sachspenden sind ebenfalls sehr willkommen“, sagt Heide-Maria Raabe. Die werden im Zentrallager Berlin in Päckchen verteilt. Dort können Freiwillige auch beim Packen helfen. Wer ein Päckchen zusammenstellt, soll möglichst nur normale Schuhkartons nehmen, erklärt Heide-Maria Raabe. „Es ist für die Kinder einfach gerechter, wenn die Kartons etwa gleich groß sind.“ Alternativ kann sich jeder im Holzlädchen einen Karton zum Füllen holen.

Spender müssen sich entscheiden, ob sie einen Jungen oder ein Mädchen in der Altersstufe zwei bis vier, fünf bis neun oder zehn bis vierzehn Jahre beschenken möchten. Etiketten gibt es in jedem Flyer zu der Aktion sowie auf der Aktionsseite zum Herunterladen. „Oft sind es nicht Menschen mit viel Geld, die mitmachen, sondern einfach welche mit viel Herz“, sagt Heide-Maria Raabe.

Richtiges Packen will gelernt sein. „Eine ausgewogene Mischung ist ideal.“ Gut sei etwa ein Mix aus Spiel- und Schulsachen, Kuscheltieren, Textilien, Süßigkeiten und Hygieneartikeln wie Zahnbürste, Zahnpasta, Handcreme oder auslaufsicher verpacktes Duschgel.

Nicht alles darf in das Paket

Aber: Nicht alles geht. Süßigkeiten mit Nüssen, Lebkuchen, Popcorn oder Müsliriegel, andere Lebensmittel, Medikamente und Vitaminbrausetabletten, Zerbrechliches, scharfe, spitze und andere gefährliche Gegenstände, Flüssigkeiten, Glücksspielkarten, Kriegsspielzeug, Hexerei- und Zaubereiartikel, Literatur und Bargeld dürfen nicht in den Karton. Auch gebrauchte Sachen werden aussortiert.

Weltweit wird für die Aktion gesammelt. Kartons aus dem deutschsprachigen Raum gehen nach Osteuropa. 2018 kamen in Neustrelitz 324 Pakete zusammen. Der Rekord liegt bei 596 Päckchen. „Die Kinder freuen sich sehr. Manche tauschen untereinander und oft ist genau das drin, was ein Kind gerade braucht“, sagt Heide-Maria Raabe. Videos von Paketübergaben gibt es auf der Internetseite von Weihnachten im Schuhkarton oder im Holzlädchen als DVD zum Ausleihen.

 

Alles Wichtige zur Aktion "Weihnachten im Schuhkarton" finden Sie unter

www.weihnachten-im-schuhkarton.org.

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