SODOMIE IN DER SEENPLATTE

Neustrelitzer hatte Sex mit Ponys

Die Tierpfleger im Tiergarten haben versucht, die kleinen Pferde zu beschützen. Ein heute 59-Jähriger hat sich trotzdem mehrfach an den Tieren vergangen. Die Vorfälle sind Stadtgespräch.
Susanne Böhm Susanne Böhm
Ein Neustrelitzer hat sich im Tiergarten an Ponys vergangen. Genre-Foto: Owen Humphreys
Ein Neustrelitzer hat sich im Tiergarten an Ponys vergangen. Genre-Foto: Owen Humphreys Owen Humphreys
Neustrelitz.

Im Tiergarten Neustrelitz ist es mehrfach zu Sodomie gekommen. Wie erst jetzt bekannt wurde, hat sich ein inzwischen verurteilter Neustrelitzer in den Jahren 2007 bis 2015 insgesamt sechs Mal an Ponys vergangen.

Der heute 59-Jährige habe sich nachts zu den Ponys geschlichen, die Tiere gefesselt und sexuelle Handlungen an ihnen verübt, teilte Polizeisprecherin Diana Mehlberg am Freitag auf Nordkurier-Nachfrage mit. Schnell hätten die Tiergarten-Mitarbeiter bemerkt, dass etwas nicht stimmt. Die Tiere verhielten sich am nächsten Tag auffällig, wirkten verstört. Um die Tiere zu schützen, wurden sie nachts eingesperrt, die Ställe abgeschlossen. Doch der Residenzstädter brach die Ställe auf. Die Tierpfleger begannen, nachts Streife zu gehen. 2007 wurde der Täter zum ersten Mal auf frischer Tat ertappt, wurde angezeigt und bekam Hausverbot.

Zwei Jahre auf Bewährung

Die ersten Verfahren wurden nach Auskunft von Diana Mehlberg eingestellt, dann wurde er vor Gericht zu einer Geldstrafe in Höhe von 200 Euro verurteilt, dann zu einer zweiten in Höhe von 420 Euro, im Jahr 2015 dann zu drei Monaten Gefängnis, ausgesetzt zu zwei Jahren auf Bewährung. „Seitdem war nichts mehr”, sagt die Polizeisprecherin. Der Mann sei psychisch krank, werde medikamentös behandelt. „Wenn es Unstimmigkeiten gab, er seine Medikamente nicht genommen oder nicht richtig dosiert hatte, kam es zu diesen Ausbrüchen”, erklärt die Polizistin.

Rechtlich sei die Tat als Sachbeschädigung und Verstoß gegen das Tierschutzgesetz zu bewerten. Ein Tierarzt habe die betroffenen Ponys untersucht und festgestellt, dass es sich nicht um Fälle von wirkliche ernsthafter und bösartiger Tierquälerei handele. Die Vorfälle sind derzeit in Neustrelitz Stadtgespräch.

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