300 Jahre Tiergarten

Neustrelitzer Zoo will seinen Fans wieder Neues bieten

Der Tiergarten konnte sein Jubiläum aufgrund der Corona-Lage nicht wie gewünscht feiern, „Geschenke” für Tiere und Besucher in Form von Investitionen gibt es trotzdem.
Die Anglo-Nubische Ziege ist eines der beliebtesten Tiere im Tiergarten Neustrelitz.
Die Anglo-Nubische Ziege ist eines der beliebtesten Tiere im Tiergarten Neustrelitz. Jana Schrödter
Neustrelitz

Derzeit ist Nebensaison im Tiergarten Neustrelitz. Die Besucherzahlen nehmen ab – nicht nur aufgrund der Corona-Situation. Die Tiere genießen wieder etwas mehr Ruhe, werden aber im Winter keineswegs von den Tierpark-Fans vergessen. Die Neustrelitzer haben fleißig Kastanien gesammelt und bringen diese nebst Äpfeln vorbei, um den Tieren etwas Gutes zu tun. Andersherum bemühen sich die Stadtwerke Neustrelitz, die den Tiergarten 2011 übernommen haben, auch den Besuchern immer wieder etwas Neues im mittlerweile seit 300 Jahre bestehenden Tierpark zu bieten. 2020 besuchten circa 90 000 Besuchern pro halbem Jahr den Tiergarten. Ziel ist es, die 100 000-Besucher-Marke zu erreichen.

Gehege in Eigenregie gebaut

Vor rund einem halben Jahr wurde der neue Sportpark errichtet und im letzten Jahr wurden neue Spielgeräte für den Spielplatz angeschafft. Die 17 festangestellten Mitarbeiter tun alles dafür, damit sich Besucher und Tiere im Tiergarten wohlfühlen. Die Tierpfleger haben einige neue Gehege in Eigenregie gebaut. Und sie nehmen Veränderungen vor, wenn es nötig ist. So kann es vorkommen, dass der ein oder andere Berberaffe sein Gehege verlässt, heißt es vom Tierpark. Die Gruppenstruktur sei aufgrund der Rangfolge in der Affenbande nicht optimal, sodass sich die Tiere bei Streitereien aus dem Weg gehen. Die Zäune wurden entsprechend angepasst, aber bei Angst und Adrenalin hält die Tiere auch kein Strom auf. Aber bisher sind die ausgebüxten Berberaffen immer zurückgekehrt.

Momentan konzentriert sich der Tiergarten auf seinen Bildungsauftrag. In „Jettes Erlebnisfarm“, die 2018 entstanden ist und nach dem Maskottchen Jette, eine Anglo-Nubische Ziege, benannt wurde, wird Wissen über Tiere kindgerecht vermittelt.

Tierpfleger suchen Namen aus

Übrigens bekommt der Tierpark auch immer wieder tierischen Zuwachs. „Der Tiergarten Neustrelitz ist ein aktives Mitglied in der Artengemeinschaft im Landeszooverband, mit der ein stetiger deutschlandweiter Austausch erfolgt. Bestehenden Gruppen wird durch neue Tiere frisches Blut zugeführt“, sagt Constance Köbing vom Tiergarten. Die Namen für die Neuankömmlinge werden von den Tierpflegern ausgewählt. „Gelegentlich darf ich auch mal mitreden“, freut sich Sabine Zellermann von der Marketing-Abteilung.

Patenschaften sind nicht nur für Tiere möglich

Für die Tiere werden zudem Patenschaften unterhalten. Stachelschweine, Nasenbären, Wildkatzen, Waschbären und die Affen sind die beliebtesten Tiere. „Umso kurioser der Name des Tieres, desto mehr ist der Wille bei den Menschen gegeben, eine Tierpatenschaft zu übernehmen“, hat Zellermann beobachtet. Neben einer Tierpatenschaft können Interessierte in Zukunft auch eine Baum- oder Bankpatenschaft vereinbaren. Drei Bänke sind bereits aufgrund von Patenschaften neu gestaltet worden. 32 stehen noch zur Verfügung.

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