Zu laut?

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Noch mehr Hürden für das 3000-Grad-Festival

Beim 3000-Grad-Festival werden auch für dieses Jahr fantasievolle Auftritte erwartet. Das Festival beginnt am 10. August. Es findet zum 7. Mal statt. (Archivbild)
Beim 3000-Grad-Festival werden auch für dieses Jahr fantasievolle Auftritte erwartet. Das Festival beginnt am 10. August. Es findet zum 7. Mal statt. (Archivbild)
Matthias Schütt/Archiv Nordkurier

Es wird auch in diesem Jahr kein stilles Festival geben, heißt es aus der Feldberger Seenlandschaft. Die Veranstalter haben mit strengen Auflagen zu rechnen.

In der Kieskuhle Feldberg haben die Vorbereitungen für das 3000-Grad-Festival begonnen. Das Festival soll vom 10. bis 12. August stattfinden. Es ist die 7. Auflage. Der Landkreis hat aus naturschutzfachlicher Sicht bereits grünes Licht gegeben. Seitens der Gemeinde Feldberger Seenlandschaft sind indessen noch nicht alle Genehmigungen erteilt, wie Vizebürgermeister Reiner Stöhring dem Nordkurier deutlich machte. „Unter anderem für die Auflagen hinsichtlich des Emissionsschutzes fehlen uns noch Informationen des Veranstalters“, sagte Stöhring. Etwaige Lärmbelästigungen könnten aber auch in diesem Jahr trotz Erfüllung aller Auflagen nicht ausgeschlossen werden, hieß es. „Es gibt kein stilles Festival“, hatte Stöhring schon zu einem früheren Zeitpunkt deutlich gemacht.

Schallbrecher empfohlen

In der Feldberger Seenlandschaft war man lange optimistisch gewesen, das Problem beherrschen zu können und hat durch engmaschige Überwachung Entlastungen erreicht. Aber zwischenzeitlich sei eine gewisse Resignation eingetreten. „Es wird immer wieder passieren, dass sich Bürger vom Lärm belästigt fühlen“, so Stöhring. Im vergangenen Jahr sei das unter anderem in Hullerbusch und Wittenhagen der Fall gewesen. Bürger hatten ihre Kritik daraufhin auch in der Gemeindevertretersitzung vorgetragen.

Abhängig von der Windrichtung könnten die Geräuschkulisse des Festivals auch in diesem Jahr in verschiedenen Orten ankommen. Im vergangenen Jahr hatte es Lärmmessungen gegeben, bei der Überschreitung von Pegeln sei eine Regulierung veranlasst worden. Auf dem Festivalgelände hätten sich dann bereits Teilnehmer beschwert, weil es nicht mehr laut genug war. Die Geräusche waren aber dennoch in der Umgebung wahrzunehmen. Gemeindevertreter Thomas Pfitzner (FDP) hatte den Einsatz von sogenannten Schallbrechern für das Festivalgelände empfohlen. Damit könne Lärm reduziert werden.

Wege müssen zusätzlich gewässert werden

Dies sei vielleicht für eine Bühne möglich, nicht aber für die fünf bis sechs Bühnen, die auf dem Festivalgelände errichtet würden, so Reiner Stöhring. Das würde die finanziellen Möglichkeiten des 3000-Grad-Vereins, der das Festival veranstaltet, sprengen.

Doch nicht nur Auflagen hinsichtlich der Lärmregulierung muss der Veranstalter erfüllen. Auch die Trockenheit könnte sich noch weiter verschärfen. „Bislang gibt es hier schon strenge Auflagen“, verdeutlicht Reiner Stöhring. So seien das Entzünden von Lagerfeuern und das Grillen ohnehin verboten. Der Veranstalter müsste Feuerlöscher vorhalten und Brandgassen anlegen. „Wir hatten schon andere trockene Jahre“, sagt Reiner Stöhring, der aber auch einräumte, dass es in diesem Jahr besonders heftig sei. Verschärfe sich die Trockenheit weiter, müssten weitere Maßnahmen wie das Wässern von Brandschutzstreifen und Wegen, die zusätzliche Bereitstellung eines Löschfahrzeuges, der Einsatz von Brandwachen und das Vorhalten von Löschwasser geprüft werden.

Zum 3000-Grad-Festival in diesem Jahr werden 4400 Besucher erwartet.