REGION UNTERSTÜTZT FESTIVAL

Demo für die Fusion am Sonntag geplant

Das Festival auf dem ehemaligen Militärflugplatz in Lärz hat viele Befürworter. Sie verstehen nicht, warum man es den Organisatoren so schwer macht.
Tobias Lemke Tobias Lemke
Ein Großteil der Fusionsbesucher reist mit dem Zug über Neustrelitz an. Vom Bahnhof müssen die Massen in Richtung Lärz gebracht werden, unter anderem mit Bussen (Archivbild).
Ein Großteil der Fusionsbesucher reist mit dem Zug über Neustrelitz an. Vom Bahnhof müssen die Massen in Richtung Lärz gebracht werden, unter anderem mit Bussen (Archivbild). Alexander Block
Mirow.

„Wir wollen noch mal ein deutliches Zeichen setzen“, sagt Peter Schmitt. Der Mirower Buchhändler gehört zu einem Kreis von engagierten Bürgern, die nicht hinnehmen wollen, dass den Fusion-Festival-Machern unnötig Steine in den Weg gelegt werden. So wollen sich Einwohner aus Lärz, Mirow, Rechlin und umliegenden Dörfern am Sonntagvormittag vor der Lärzer Kirche treffen, um für den Erhalt des Festivals in seiner bisherigen Form zu demonstrieren. „Es gärt hier unter den Leuten“, erklärt Schmitt, dass die Veranstaltung viele Freunde in der Bevölkerung habe. Der Treff findet ab 11 Uhr statt.

Die Solidaritätsbekundungen reichen inzwischen auch bis nach Neustrelitz. So werden ab Montag in den Stadtbussen von Becker-Strelitz Reisen Unterstützer-Plakate hängen. Die Veranstalter vom Verein „Kulturkosmos“ waren auf das Busunternehmen zugekommen. „Wir machen das gerne und wollen so auch unsere Verbundenheit mit der Fusion zum Ausdruck bringen“, sagt Robert Leu, Geschäftsführer bei Becker-Strelitz Reisen.

Firma profitiert vom Festival

Es sei kein Geheimnis, dass die Firma – wie andere Unternehmen auch – von der Mega-Veranstaltung profitiert. „Vom Festival hat die ganze Region was. Wir stellen den Shuttle-Service zwischen dem Bahnhof und dem Festivalgelände sowie zu den Einkaufsmärkten“, erklärt Leu. 20 bis 30 Busse habe er täglich zum Festival im Einsatz. Mehr als 10.000 zusätzliche Fahrgäste werden in dieser Zeit transportiert. „Und wir haben wirklich noch nie Probleme mit den Festivalbesuchern gehabt. Die Leute wollen eine schöne Zeit haben, keinen Stress“, sagt Leu.

Polizei und Veranstalter streiten derzeit über das Sicherheitskonzept für das diesjährige Fusion-Festival. So hatte Neubrandenburgs Polizeipräsident Nils Hoffmann-Ritterbusch zuletzt eine eigene Wache auf dem Festivalgelände verlangt. Außerdem fordert er die Möglichkeit „anlassloser Streifen“ auf dem Areal. Das lehnen die Veranstalter kategorisch ab.

Lesen Sie hier alle Nordkurier-Artikel zur Fusion.

 

 

StadtLandKlassik - Konzert in Mirow

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Kommentare (10)

@Nordkurier, warum problematisiert ihr nicht mal, warum die Anwesenheit der Polizei auf anderen Festivals anscheinend kein Problem ist? Auf der Seite des Hurricane Festivals heißt es zur Polizei:

"Selbstverständlich ist die Polizei auf dem Festival anwesend. Auf dem Festivalgelände ist eine Polizeiwache eingerichtet, welche Tag und Nacht besetzt ist. Die Polizei ist für Euch da und nimmt Anzeigen entgegen: Handy geklaut? -> Anzeige erstatten. Sachbeschädigung und /oder Körperverletzung? -> Anzeige erstatten.

Solltet Ihr schnell Hilfe mit Blaulicht auf dem Festivalgelände brauchen, wählt immer direkt die 110. (Bitte beachten: die Meldung über 110 ist niemals anonym, der Missbrauch von Notrufen ist strafbar!)

Bitte zögert nicht, sobald Euch etwas komisch vorkommt, Meldung zu machen, auch wenn Ihr nicht sicher seid, ob es auch wirklich ein Notfall ist.

Wir möchten Euch außerdem bitten, wirklich jeglichen Verdacht zu melden: Siehst du was? Sag was. (Tu was! Wähl 110!). Besser einmal zu viel melden, als einmal zu wenig."

Normalerweise sollte jeder Veranstalter für die Anwesenheit der Polizei dankbar sein, weil es mehr Sicherheit für die Gäste bedeutet. Wenn man ungestört Drogen konsumieren will, macht sich Polizei natürlich nicht so gut.

Genau das ist der Knackpunkt, wer sich vehement gegen die Anwesenheit der Polizei wehrt , hat was unrechtes vor bzw will etwas verbergen. Ergo Konsequenz , keine Festival, wenn man das überhaupt so nennen kann.

Man könnte meinen das da jemand neidisch auf Leute ist die sich noch Selbstverwirklichen und nicht im Einheitsbrei leben.
Ein Volljähriger Mensch hat selbst das Recht zu entscheiden ob er bei dieser Art Festival unter sich bleiben möchte. Es ist nunmal nicht mit anderen Veranstaltungen zu vergleichen.
Aber der kleine deutsche Ignorant muss ja immer alles Kontrollieren wollen nicht wahr ?
Achja fragen sie doch mal jemanden von den 70000 ob er sich gerne freiwillig in "Gefahr" begibt, ohne Polizei.
Ich denke schon ...

Sie meinen also, gesetzlose Räume sind zu akzeptieren?

Wenn es ein gesetzloser Raum wäre, würde ich dort gerne und gut Leben wollen. So wenig Straftaten finden sie unter 70-100 000 Menschen nirgends.
Und damit es Sie beruhigt, dort liegt der Betreuungsschlüssel bei 7:1 . Und stellen sie sich vor dazu braucht es keine Uniform.

Der Kulturkosmos hat es echt nicht verdient, von den Dümmsten der Dummen beurteilt zu werden.

Hatten Sie nicht versucht, mir etwas von Diskussionsart beibringen zu wollen?
Ihren Ausdrücken folgend, war das wohl nur Schall und Rauch!

ja muss ich zugeben, die feine englische Art war das nun nicht mehr.
Da kam mir doch ein wenig die Contenance abhanden.
Mit manchen Diskussionspartnern macht es jedoch auch wenig Sinn, das Niveau aufrecht erhalten zu wollen.

Ich freue mich immer, wenn Kommentatoren Post's auch mal zurück nehmen können. Mit sachlichen Argumenten fährt man meistens besser, als mit kessen Sprüchen.
Auch ich muß zugeben, daß sich meine kritische Meinung über die Fusion bzw. die damit verbundenen Ordnungs- & Polizeiauflagen, verändert hat.

Wer meint das Hurricane Festival mit der Fusion vergleichen zu können sollte sich seinen Kommentar am besten von vorn herein sparen...
Schade, dass der meeeklenburger nicht erkennen kann, welche Perle sich dort vor seiner Türe entwickelt hat.

Ich war selbst schon auf Festivals "mit Polizeibegleitung" und habe anlasslose Durchsuchungen durch mehrere Bewaffnete über mich ergehen lassen müssen.
Sicherer habe ich mich dadurch nicht gefühlt, eher bedroht.