Ob direkt an der Urne oder per Briefwahl: Rund 550 Wahlberechtigte haben in Wokuhl-Dabelow zu entscheiden, ob Marion Eichmann
Ob direkt an der Urne oder per Briefwahl: Rund 550 Wahlberechtigte haben in Wokuhl-Dabelow zu entscheiden, ob Marion Eichmann neue Bürgermeisterin wird und wer in die Gemeindevertretung nachrückt (Symbolbild). Uwe Anspach
Stimmen-Abgabe

Nur eine Bewerberin bei Bürgermeister-Wahl in Wokuhl-Dabelow

Über eine neue Bürgermeisterin wird am Sonntag in der Gemeinde Wokuhl-Dabelow entschieden. Marion Eichmann hat sich ums Amt beworben.
Wokuhl

Im Süden des Strelitzer Landes steht am Wochenende ein Wahlsonntag an. In der Gemeinde Wokuhl-Dabelow (Landkreis Mecklenburgische Seenplatte) werden drei Sitze in der Gemeindevertretung neu vergeben. Nicht minder von Bedeutung: Auch über ein neues Gemeindeoberhaupt können die rund 550 wahlberechtigten Bürger der Kommune am Sonntag abstimmen. 

Jedoch wird es dabei auf dem Stimmzettel lediglich um ein Ja oder Nein gehen. Denn einzige Kandidatin, die sich um das Bürgermeisteramt bewirbt, ist Marion Eichmann. „Ich möchte Verantwortung übernehmen“, sagt die 61-Jährige, die sich bereits seit 2009 in der Kommunalpolitik ihrer Heimatgemeinde engagiert und Mitglied der Wählergemeinschaft Gemeinsam für Wokuhl-Dabelow (GfWD) ist. Auch wenn sie einzige Kandidatin bei der Bürgermeisterwahl ist, wirbt sie darum, dass möglichst viele Wahlberechtigte von ihrem Stimmrecht Gebrauch machen. „Die Wahl ist wichtig, da es auch um die Nachbesetzung der freien Gemeindevertreterposten geht“, erklärt Eichmann, die zuletzt bereits als amtierende Bürgermeisterin agierte.

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Sechs Bewerber zur Ergänzungswahl

Die Wählergemeinschaft GfWD hat zur Ergänzungswahl die sechs Bewerber Eric Runge, Christine Friese, Hannelore Zerlett, Marina Zita, Joachim Petersson und Rudi Böhs aufgestellt. Dazu gesellt sich der Einzelbewerber Tino Graf auf dem Wahlzettel. Von den Parteien findet sich kein Kandidat auf der Liste wieder. Drei Stimmen sind auf dem Zettel zur Ergänzungswahl abzugeben. Auf dem Stimmzettel zur Bürgermeisterwahl ist nur ein Kreuzchen zu setzen. Da es nur eine Kandidatin gibt, ist dieses entweder beim Ja oder beim Nein zu setzen, heißt es von der Gemeindewahlleitung aus dem Amt Neustrelitz-Land. Auch wenn es keine Konkurrenz um den Posten gibt, so müssen bestimmte Bedingungen erfüllt werden, damit Marion Eichmann zur Bürgermeisterin gewählt wird. Sie muss laut Kommunalwahlgesetz mehr Ja-Stimmen als Nein-Stimmen holen. Zum anderen muss der Stimmenanteil der Ja-Stimmen mindestens 15 Prozent der Wahlberechtigten umfassen.

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Gewählt wird im Begegnungszentrum

Das einzige Wahllokal wird am 30. Januar im barrierefrei zugänglichen Bürgerbegegnungszentrum in Wokuhl eingerichtet. Ein Hygienekonzept sei zu beachten, erklärt Gabriele Krüger von der Gemeindewahlleitung. So ist auf Abstände und das Tragen eines Mundschutzes zu achten. Wähler sollten zudem einen eigenen Kugelschreiber mitbringen. Wichtig: Die Stimmabgabe im Wahllokal ist dabei völlig unabhängig vom Impfstatus, auch ein Test wird nicht verlangt. Zur öffentlichen Auszählung am Abend wird maximal fünf Bürgern Einlass gewährt.

„Wir haben bereits einen ganz guten Rücklauf von Briefwählern zu verzeichnen und es darf in dieser Woche gern noch mehr werden“, hofft Krüger. So seien bis zum gestrigen Montag bereits die Stimmzettel von 69 Wählern per Post eingegangen. Übrigens können in den kommenden Tagen weiterhin noch Briefwahlunterlagen angefordert werden, z.B. auch per Email. Zu beachten ist aber, dass die ausgefüllten Stimmzettel bis Freitag, 12 Uhr, zurück im Amt sein müssen.

Die Ergänzungswahl der Gemeindevertretung und die Wahl des ehrenamtlichen Bürgermeisters wurden in Wokuhl-Dabelow nötig, da das bisherige Gemeindeoberhaupt Manfred Marczok (Freie Wähler) sowie drei Vertreter der Wählergemeinschaft „Freie Wähler“ im Herbst vorigen Jahres zurückgetreten waren.

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