NATURSCHUTZ

Nur noch wenige Schreiadler bei Feldberg

In den vergangenen 30 Jahren ist die Zahl der Schreiadler in der Feldberger Seenlandschaft dramatisch zurückgegangen.
Schreiadler gibt es nur noch wenige.
Schreiadler gibt es nur noch wenige. Patrick Pleul
Feldberg.

Fünf Schreiadler-Paare leben derzeit in der Feldberger Seenlandschaft. Das überhaupt noch welche da sind, ist aufwendigen Schutzprogrammen zu verdanken. „Mit unseren Maßnahmen haben wir die Paare halten können“, sagte Wolfgang Scheller aus dem Büro für Umwelt- und Landschaftsplanung Salix in Teterow auf dem vergangenen Landschaftstag des Naturschutzbundes Mecklenburg-Strelitz (Nabu) sowie des Naturparks Feldberger Seenlandschaft in Dahmshöhe. Im Rahmen des E+E-Projektes des Bundesamtes für Naturschutz „Sicherung und Optimierung von Schreiadler-Lebensräumen in Mecklenburg-Vorpommern“ nahm das Team des Umweltexperten in den letzten Jahren den Bestand der Tiere genauer unter die Lupe.

1990 gab es noch 16 Paare

Denn in den vergangenen 30 Jahren nahm die Zahl der Schreiadler in der Feldberger Seenlandschaft dramatisch ab. Wurden im Jahr 1990 noch 16 Paare gezählt, waren es 2014 nur vier. Als die Nutztierhaltung zurückging, wurden nämlich viele Grünflächen zu Ackerflächen umstrukturiert. Doch Raps- und Maisflächen sind für die Greifvögel laut Scheller völlig wertlos – deshalb gaben viele Schreiadler ihre Brutgebiete auf. Aus diesem Grund wurden im Rahmen des Projektes neue Nahrungsflächen geschaffen, auf denen die Adler Kleinsäuger wie Mäuse jagen können.

So haben die Schreiadler in der Feldberger Seenlandschaft mittlerweile wieder 42 Hektar Grünland zur Verfügung. „Die Maßnahmen bewirken keine Wunder, sie halten aber den Trend auf“, so Alexander Scheller, ebenfalls aus dem Büro Salix. Andernfalls wäre mit Sicherheit schon ein weiteres Paar weg.

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