FREIZEIT

Paintballplatz wird schon bald eröffnet

Auf dem Gelände der ehemaligen Nerzfarm bei Wesenberg hat sich viel getan. Zwei Einheimische bauen dort einen Spiel- und Sportpark für die ganze Familie. Im April sollen die ersten Farbkugeln platzen.
Bei Wesenberg sollen künftig Kinder und Erwachsene in einem neuen Freizeitpark Spaß beim Paitball-Spielen haben. Fo
Bei Wesenberg sollen künftig Kinder und Erwachsene in einem neuen Freizeitpark Spaß beim Paitball-Spielen haben. Foto: Foto: © Iakov Filimonov – stock.adobe.com Foto: © Iakov Filimonov - stock.adobe.com
Wesenberg.

Ein halbes Jahr noch, dann kann man sich in Zirtow bei Wesenberg nach Herzenslust mit Farbe beschießen lassen und auch selbst mit Farbpatronen um sich ballern – früher als die Gemeinde erwartet hat. Schon am 3. April 2021 soll der neue Paintballplatz auf dem Gelände der ehemaligen Nerzfarm eröffnet werden. „Der Durchführungsvertrag ist unterschrieben. Wir sind zuversichtlich, dass wir den Termin halten können“, teilte einer der beiden neuen Eigentümer der Fläche mit. Ihre Namen wollen die Männer noch nicht öffentlich machen.

„Das nacht einfach Spaß”

Der 37-Jährige und sein 40-jähriger Geschäftspartner sind im Raum Mirow aufgewachsen und leben auch heute in der Region. „Ich spiele selbst gern Paintball. Man kann Dampf ablassen, sich bewegen, man muss aufpassen, nachdenken, im Team zusammenarbeiten, man macht etwas mit Freunden oder lernt neue Leute kennen – das macht einfach Spaß“, beschreibt der gelernte Koch die Freizeitbeschäftigung, die in den USA erfunden wurde. „Dort werden Rinder mit Farbe markiert, so ist das entstanden.“ Er habe es immer schon bedauert, dass von Mirow aus gute Paintballplätze nicht unter zwei Stunden Autofahrt erreichbar sind. Nachdem die Nerzfarm im Jahr 2017 auf Druck von Tierschützern geschlossen wurde, habe er und sein Kollege das mehr als 7 Hektar große Areal gekauft. Seitdem habe sich auf dem heruntergewirtschafteten Gelände einiges getan.

Gelände kostet viel Arbeit

„Wir haben eine grüne Wiese geschaffen.“ Wo einst verrostete Käfige, marode Gebäude und knüppelharte Betonflächen ein Schandfleck waren, sei inzwischen ordentlich aufgeräumt worden. „Wir arbeiten seit drei Jahren daran. Unmengen haben wir entsorgt. Das war ein Haufen Arbeit. Man kann sich gar nicht vorstellen, was sich dort alles angesammelt hatte. Tote Tiere waren zum Glück nicht dabei, aber Maschinen und Geräte, von denen man lieber nicht wissen möchte, was damit gemacht wurde. Außer uns hätte sich niemand dafür gefunden. Das wäre in 100 Jahren zusammengefallen.“

Geplant: Hindernisstrecken, Kinderparcours, Imbiss

Er freue sich, aus dem einstmals schauderhaften Ort etwas Schönes machen zu können. Wie vielen Einheimischen sei ihm die Pelztierfarm immer schon suspekt gewesen. Schon im Vorbeifahren habe man Gestank gerochen und Fliegen habe es dort massenhaft gegeben. Er selbst werde niemals Pelze tragen. „Das ist nicht meine Moderichtung. Außerdem sind wir auf jeden Fall pro Tier.“ Zusammen mit seinem Kompagnon, einem gelernten Handwerker, wolle er nun einen Spiel- und Sportpark für die ganze Familie eröffnen.

Die Druckluftmarkierer seien zwar erst ab 18 zugelassen, aber für Kinder gebe es spezielle Geräte, die sehr milde schießen und ganz bestimmt nicht weh tun. Auch Frauen hätten Freude an der Mischung aus Spiel und Sport, für die es in Deutschland sogar eine Liga mit Turnieren gibt. Jubiläen können auf dem Platz gefeiert werden, Junggesellenabschiede, Weihnachtsfeiern – alles sei denkbar. Für den kleinen Hunger zwischendurch solle es einen Imbiss geben. Zehn Hindernisstrecken zu verschiedenen Themen seien geplant, auf jeder können bis zu zehn Spieler agieren. Für Kinder werde ein eigener Parcours gebaut. Als Schlechtwettervariante diene eine Halle, die von der Nerzfarm übrig geblieben ist. Der Unternehmer ist sich sehr sicher, aufs richtige Pferd zu setzen.

Lebensmittelfarbe und Gelantine

„Natürlich ist es auch ein gewisses Risiko, aber der Ferienpark Granzow zum Beispiel ist jedes Jahr ausgebucht. Ich weiß, dass die meisten Urlauber wegen der Natur kommen, aber wer will schon 14 Tage lang am Strand liegen. Gerade für Kinder ist Paintball eine schöne Abwechslung. Da gibt es hier ja nicht so viele Angebote.“ Im Übrigen seien die Farbkugeln umweltfreundlich, bestünden aus biologisch abbaubarer Lebensmittelfarbe und Gelatine.

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Kommentare (2)

Na ja. Hoffentlich stimmt der Rest, Rechtschreibung ist ja im Nordkurier oft Nebensache :).

Vom einstigen Tier-KZ zum Truppenübungsplatz für die ganze Familie. Naja, das er dort mal kräftig aufgeräumt hat und den ganzen Schrott und Todesapparaturen der Vergasungsanlage entsorgt, finde ich wirklich super. Auch das es dort nicht mehr so stinkt, wenn man mit dem PKW (Scheibe runter) langfährt und der Massen-Tod von Nerzen endlich beendet wurde, wirklich großen Dank dafür. Aber Schießübungen und Mikroplastik für die ganze Familie, ist dann auch nicht mehr so meine Sache. Wir werden sehen, was daraus wird. Wenn die Bundeswehr dort demnächst auf der Fläche ihre nächsten Werbefeldzüge durchführen lässt und neue Soldaten für ihren Auslandseinsätze benötigt, passt alles wiedermal prima zusammen.