Vorschlag für Carwitz

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Parkschein-Automaten sollen für Entspannung sorgen

Der Parkplatz am Ortsrand ist nicht immer ausgelastet. Viele Carwitz-Besucher scheuen den Fußweg bis in den Ortskern.
Der Parkplatz am Ortsrand ist nicht immer ausgelastet. Viele Carwitz-Besucher scheuen den Fußweg bis in den Ortskern.
Marlies Steffen

In dem Ortsteil der Feldberger Seenlandschaft gibt es alle Jahre wieder im Sommer deutlich mehr parkende Autos als öffentliche Parkplätze. Das gibt Ärger.

Sorgen in Carwitz schon bald Parkscheinautomaten für eine Entlastung beim sommerlichen Parkplatzchaos? Diese Frage hat am Donnerstagabend den Feldberger Ortsrat in seiner Sitzung beschäftigt. Eine Empfehlung für einen Beschluss der Gemeindevertretung wurde indessen nicht gegeben. Vielmehr soll die nächste Ortsratssitzung in dem Ortsteil der Gemeinde Feldberger Seenlandschaft stattfinden, damit auch die Carwitzer Einwohner zu Wort kommen.

Die angespannte Parksituation in den Sommermonaten ist schon länger ein Thema in der Gemeinde. Selbst die Feuerwehr habe sich inzwischen über das wilde Parken beklagt, „weil dadurch auch immer wieder die Rettungswege zugestellt werden“, sagt Ortsratsmitglied Gerd Hoffmann dem Nordkurier. Dem Aufbau von Parkautomaten steht er allerdings vorsichtig gegenüber. Auch mit Parkscheinautomaten müsse es Kontrollen geben, konstatiert er.

Wildes Parken beklagt

Im Dorf gibt es nur wenige öffentliche Parkplätze, Anwohner beklagen immer wieder das wilde Parken und die Tatsache, dass auch Zufahrten zugestellt werden. „Allerdings muss man einen Unterschied zwischen denen machen, die vom Tourismus leben, und denen, die im Ort einfach nur ihre Ruhe haben wollen“, sagt Restaurant-Betreiber Marco Juhl. Carwitz sei ein kleines Dorf, das bei vielen Urlaubern gefragt sei, da müsse man eine gewisse Verkehrsbelastung in Kauf nehmen. Das sei anderenorts genauso. Der Parkplatz am Ortsrand sei gut gemeint, aber der Mensch sei nun mal ein Gewohnheitstier und auch träge. Deshalb würden die meisten Gäste ihre Autos lieber im Dorf parken. Von einem Parkscheinautomaten hält Marco Juhl nicht viel. „Das ist nur eine kommunale Einnahmequelle, aber für die Parksituation nicht förderlich“, sagt der Gastronom und Touristiker.

Kreis hatte bereits Festlegungen getroffen

Der Vorstoß mit den Parkscheinautomaten kommt von Bürgermeisterin Constance Lindheimer (SPD), für die das Parken in Carwitz auch ein Wahlkampfthema war. Sie hat nun eine Beschlussvorlage für die Gemeindevertretung erarbeitet, wonach die Anschaffung der Automaten geprüft werden soll. Zugleich soll geklärt werden, ob der kostenlose Parkplatz am Ortsrand vergrößert werden kann. Dieser war in den vergangenen Jahren wegen seiner abseitigen Lage oft nicht ausgelastet. In diesem langen Sommer sei er nun erstmals an den Rand seiner Kapazitäten gekommen, verdeutlicht die Bürgermeisterin.

Die Verkehrsbehörde des Seenplatten-Landkreises hatte in der Vergangenheit bereits eindeutige Festlegungen getroffen. So ist das Parken nur auf ausgewiesenen Flächen erlaubt und auf drei Stunden begrenzt. Durch die Gemeinde werde auch regulierend und bedarfsentsprechend kontrolliert, sagt der 1. stellvertretende Bürgermeister Dr. Reiner Stöhring. Indessen ist nicht, wie etwa in Neustrelitz, eine Politesse in der Verwaltung eingestellt. Die vier Mitarbeiter, die kontrollieren würden, müssten auch andere Aufgaben im Außendienst erledigen.