NERZFARM

Peta fordert Kontrolle auf Pelztierfarm in Zirtow

Die Tierrechtsorganisation Peta will sicherstellen, dass die Pelztierfarm bei Zirtow stillgelegt ist. Sie fordert den Landkreis auf, das zu überprüfen.
Susanne Böhm Susanne Böhm
Wie ausgestorben wirkt die Zirtower Nerzfarm bei einem Blick über den Zaun.
Wie ausgestorben wirkt die Zirtower Nerzfarm bei einem Blick über den Zaun. Tobias Lemke
Zirtow.

Die Tierrechtsorganisation Peta begrüßt die zum Jahresende anstehende Stilllegung der Nerzfarm in Zirtow bei Wesenberg. Da sich laut Aussage des Farmbetreibers derzeit noch Tiere auf dem Gelände befinden, fordert die Organisation die Veterinärbehörde des Landkreises Mecklenburgische Seenplatte nachdrücklich auf, im Jahr 2018 final sicherzustellen, dass der Betrieb tatsächlich eingestellt und abgemeldet wurde.

„Eine der letzten Pelzfarmen in Deutschland“

„Bei der Anlage handelte es sich um eine der letzten Pelzfarmen in Deutschland, deren Betreiber sich seit 2011 weigerte, die Tiere gemäß der Tierschutz-Nutztierhaltungsverordnung unterzubringen und beispielsweise die Käfige ordnungsgemäß zu vergrößern“, sagt Frank Schmidt, Senior-Fachreferent für Tiere in der Bekleidungsindustrie bei Peta Deutschland.

Bei einem Vergleich zwischen den Landkreisen und den Pelzfarmbetreibern sei vereinbart worden, dass die beiden Nerzfarmen in Wesenberg und Güstrow bis Ende 2017 schließen müssen. „Wir sind erfreut, dass die Nerzfarm in Wesenberg-Zirtow nach jahrelangem Rechtsstreit augenscheinlich stillgelegt wurde. Das Vergasen von empfindsamen Tieren für Pelz hat nun hoffentlich ein Ende“, so Frank Schmidt.

Generelles Verbot verlangt

Peta fordert ein generelles Verbot von Pelzfarmen. „Die meisten Menschen hierzulande lehnen Pelz entschieden ab. Dennoch existieren neben dem Zirtower Betrieb fünf weitere Nerzfarmen in Deutschland, die seit Jahren mit viel zu kleinen Käfigen und fehlenden Schwimmbecken betrieben werden“, so Frank Schmidt.

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