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Schillerporling

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Pilzsucher finden seltenen „Diamant-Schatz“ im Wald

Siegfried und Edeltraud Wilhelm präsentieren ihre Beute: Unter den verschiedenen Baumpilzen verbirgt sich auch ein wirklich seltenes Gewächs – der Schiefe Schillerporling (r. o.).
Siegfried und Edeltraud Wilhelm präsentieren ihre Beute: Unter den verschiedenen Baumpilzen verbirgt sich auch ein wirklich seltenes Gewächs – der Schiefe Schillerporling (r. o.).
Marcel Laggai

Der Herbst gilt als die Jahreszeit für Pilze. Dabei lässt sich auch jetzt auf die Jagd danach gehen. Ein Ehepaar aus Neustrelitz hat ein besonderes Exemplar erbeutet, welches sogar als Mittel gegen Krebs verwendet wird.

In Kennerkreisen gilt er als „Diamant des Waldes“: der Schiefe Schillerporling. Ein wahres Juwel also – zumindest unter Pilzfreunden. Zu denen zählt auch das Strelitzer Ehepaar Wilhelm. Bereits in jungen Jahren haben Edeltraud und Siegfried ihre Passion für Pilze entdeckt. Umso mehr hat es die beiden gefreut, diesen seltenen Baumpilz bei einem Ausflug erspäht zu haben. „Obwohl wir mehrmals in der Woche durch die Wälder streifen, haben wir wirklich sehr selten das Glück, diesen schönen Pilz zu finden“, so der 78-Jährige. Bei richtigem Licht schimmere der fast schon wie ein dunkler Kristall.

Heilende Wirkung des Schillerporlings

Obwohl die passionierten Pilzfreunde äußerst selten mit leeren Händen von ihren Touren in die Pilze zurückkehren, landet der Schillerporling tatsächlich nur ein bis zwei Mal jährlich im Körbchen der Wilhelms. Dabei sieht das Baumgewächs nicht nur prächtig aus, sondern verspricht ebenfalls eine heilende Wirkung. „In der Volksmedizin wird er seit vielen Jahren als Mittel gegen Krebs verwendet“, erklärt Siegfried Wilhelm. Sie selbst würden ihn regelmäßig als Aufguss verwenden. Während der Pilz in manchen Regionen mit Kilopreisen bis zu 200 Euro gehandelt wird, trocknet er auf dem Balkon der Neustrelitzer munter vor sich hin.

Dabei hat das Ehepaar eine ganz eigene Variante, wie es den ungewöhnlichen Tee am liebsten genießt. „Wir gießen ihn mit siedendem Wasser auf und lassen ihn uns dann mit einem Stückchen Herrenschokolade schmecken“, offenbart die 74-Jährige. Dabei müsse man jedoch aufpassen, dass er nicht zu lange zieht, weil er sonst zu bitter werde.

Unser Quiz: Welche Pilze sind essbar und welche nicht