Wilde Verfolgung

Polizei jagt betrunkene Raser von Neubrandenburg nach Mirow

Quer durch die halbe Seenplatte mussten Polizisten zwei Männern hinterherfahren, die mit ihrem Auto deutlich zu schnell waren. Bei der Festnahme ging der Ärger weiter.
Susanne Böhm Susanne Böhm
Meldungen der Polizei zu Unfällen und Diebstählen in Mecklenburg-Vorpommern
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Neustrelitz.

Ein Autofahrer aus Schleswig-Holstein und sein Beifahrer aus der Müritzregion haben sich in der Nacht zu Dienstag eine Verfolgungsjagd mit der Polizei geliefert und wurden schließlich in Mirow aus dem Verkehr gezogen. Gegen 23.30 Uhr fuhren zwei Autobahnpolizisten in Neubrandenburg auf der Neustrelitzer Straße Richtung Neustrelitz. Plötzlich raste ein viel zu schnell ein Audi an ihnen vorbei.

Der 31-jährige Raser ignorierte sämtliche Haltesignale der Polizei und raste weiter in Richtung Neustrelitz – so schnell, dass er die Polizisten abhängte und kurzzeitig außer Sicht geriet, erklärte Polizeisprecherin Kathrin Jähner das nächtliche Geschehen. Über Funk verständigten die Beamten die Polizei in Neustrelitz, welche die Verfolgung aufnahm und den Fluchtwagen schnell wieder im Blick hatte. Parallel fuhren Polizisten aus Röbel dem rasenden Konvoi entgegen und stoppten das Duo in Mirow.

Beifahrer beisst Polizisten in die Hand

Hier lief der 23-jährige Beifahrer zu Höchstform auf. Offensichtlich betrunken verweigerte er den Beamten Angaben zu seiner Person, weshalb vor Ort nach Ausweisdokumenten durchsucht wurde. Hierbei fanden die Beamten neben den Papieren auch Drogen.

Nachdem ein Atemalkoholtest 1,19 Promille ergab, versuchte der Beifahrer zu Fuß zu flüchten, was die Polizisten jedoch zu verhindern wussten. Bei der Festnahme wehrte er sich, weshalb er mit sanfter Gewalt zu Boden gebracht wurde. Beim Anlegen der Handfesseln kniff er einem Beamten in den Oberschenkel und biss ihm in die Hand. Der Polizist überstand die Attacke unverletzt und konnte seinen Dienst fortsetzen.

Fahrer hatte offenbar Drogen genommen

Der Fahrer stand offensichtlich unter Drogeneinfluss. Ein Urinvortest bestätigte den Verdacht. Im Anschluss wurde er für eine Blutprobe ins Krankenhaus in Neustrelitz gebracht und dann entlassen. Sein widerspenstiger Kumpan verbrachte die Nacht bei der Polizei in Neustrelitz und wurde am Dienstagmorgen entlassen.

Nach Auskunft von Kathrin Jähner muss sich das Duo wegen mehrerer Straftaten verantworten. Sie nannte unter anderem Fahren unter Einfluss von Betäubungsmitteln, Verstoß gegen das Betäubungsmittelgesetz, Missachten von Zeichen und Weisungen der Polizei, Widerstand gegen die Polizei und versuchte Körperverletzung.

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