VERKEHRSKONTROLLE

Polizei schießt bei Verfolgungsjagd auf die Reifen

Ein Mann hat sich zwischen Neustrelitz und Mirow eine Verfolgungsjagd mit der Polizei geliefert. Die Polizisten konnten ihn erst mit einigen Schüssen auf seine Reifen stoppen.
Susanne Böhm Susanne Böhm
Der Fluchtwagen wird am Ende der Verfolgungsjagd abgeschleppt.
Der Fluchtwagen wird am Ende der Verfolgungsjagd abgeschleppt. Susan Ebel
Mirow.

Gegen einen 23-Jährigen aus dem Raum Neustrelitz wurde am Freitag Haftbefehl erlassen. Er wurde noch am Abend in die Justizvollzugsanstalt Bützow überführt. Gegen den Mann wird unter anderem wegen des Verdachts auf versuchten Totschlag, gefährlichen Eingriff in den Straßenverkehr, Fahren ohne Führerschein, Widerstand gegen Polizeibeamte und Verstoß gegen das Pflichtversicherungsgesetz ermittelt. Das teilte Staatsanwältin Beatrix Heuer am Freitag auf Nordkurier-Nachfrage mit.

Über die B 96 und die B 198 geflüchtet

Neustrelitzer Polizisten wollten den Beschuldigten am Donnerstagabend gegen 21.25 Uhr bei einer Verkehrskontrolle in Neustrelitz anhalten. Er stoppte seinen Pkw aber nicht, sondern flüchtete über die Bundesstraße 96 und die Bundesstraße 198 bis hinter Mirow. Mit im Fluchtwagen saßen eine 18-Jährige und ein 18-Jähriger. Nach einer spektakulären Verfolgungsjagd mit mehreren Streifenwagen konnten die Beamten den Verkehrsrowdy auf der Straße Richtung Rechlin stoppen. Der versuchte trotzdem, weiter zu flüchten, rammte dabei zwei Streifenwagen und fuhr nach derzeitigem Stand der Ermittlungen dabei mehrfach direkt auf Polizisten zu.

Um den außer Rand und Band geratenen Fahrer endlich zu stoppen, gaben die Beamten schließlich mehrere Schüsse auf die Reifen ab. Mit platten Reifen kam er dann auf Höhe der Jugendherberge zum Stehen. Der Fahrer und die beiden weiteren Insassen wurden vorläufig festgenommen. 

Das Fluchtfahrzeug war nicht zugelassen und die Kennzeichen gehörten zu einem anderen Fahrzeug. Bei der Aktion wurde wie durch ein Wunder niemand verletzt.

Den Sachschaden schätzt die Polizei auf rund 8000 Euro. Zu möglichen Hintergründen der Flucht und zu den Details der Verfolgungsjagd und des Anhaltemanövers wollte Staatsanwältin Beatrix Heuer am Freitag mit Verweis auf die laufenden Ermittlungen keine Auskunft geben.

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