Das Haus ist unbewohnbar. Die Nachbarn sind anderswo untergekommen.
Das Haus ist unbewohnbar. Die Nachbarn sind anderswo untergekommen. NK-Archiv
Feuer in Neustrelitz

▶ Polizei schließt Fremdeinwirken als Ursache für tödlichen Brand aus

Der 55-Jährige, der am Sonnabend nach einem Brand in einer Neustrelitzer Wohnung verstarb, befand sich laut Polizei allein in den Räumen.
Neustrelitz

Vier Tage nach der explosionsartigen Verpuffung in einem Mehrfamilienhaus in der Zierker Straße in Neustrelitz ist die Ursache des Infernos weitgehend aufgeklärt. In der Wohnung, in der das Feuer ausgebrochen war, befanden sich Gasflaschen, die sich nach Auskunft von Polizeisprecherin Nicole Buchfink „umgesetzt” hatten, sprich, zerborsten oder auch in die Luft geflogen waren. Das Gas hatte sich schlagartig entzündet. Der 55-jährige Mann, der in der Wohnung lebte und an den Brandfolgen gestorben ist, habe sich zu dem Zeitpunkt allein in den Räumlichkeiten befunden. Fremdeinwirken könne ausgeschlossen werden. Näheres könne sie erst sagen, wenn der Bericht des Brandursachenermittlers vorliegt. Das könne dauern.

Polizei: Keine Sprengstoff-Explosion

Sie betont ausdrücklich, dass es entgegen anders lautender Gerüchte keine Sprengstoff-Explosion gab. Das habe der Brandursachenermittler zweifelsfrei herausgefunden. Er habe erst am Montag seine Arbeit aufnehmen können, weil die Wohnung nach den Löscharbeiten voller Schaum gewesen und die Brandortuntersuchung vorher „nicht sachgemäß” hätte erfolgen können.

[Video]

Helfer sollen sich noch etwas gedulden

Unterdessen rufen Anwohner und Freunde der nun wohnungslosen Nachbarn des Verstorbenen zu Spendensammlungen auf. Wer helfen möchte, solle sich aber noch etwas gedulden, sagte Uwe Engelmann, Geschäftsführer der Neustrelitzer Wohnungsgesellschaft (Neuwo). Sein Unternehmen verwaltet das Haus mit den fünf Mietwohnungen. Eigentümer ist eine Privatperson. Diese müsse mit den Mietern Kontakt aufnehmen und besprechen, was sie benötigen. Dann könne eine Sammlung beginnen. Er riet davon ab, Gegenstände vor dem Brandhaus abzustellen. Zehn Frauen und Männer hatten bei dem Brand am Freitag ihre Bleibe verloren. Drei der Mietparteien sind in Gästewohnungen der Neuwo untergebracht, zwei haben sich selbst eine Unterkunft gesucht. Das 110 Jahre alte Fachwerkhaus ist durch die Flammen, Rauchgas und durch das Löschwasser inwesentlichen Gebäudeteilen erheblich beschädigt worden. Lediglich eine Mietwohnung ist weiterhin bewohnbar.

 

zur Homepage