FUßBALL-KREISLIGA

Polizeieinsatz nach roter Karte

In Groß Miltzow ist es bei einem Kreisligaspiel zu tumultartigen Szenen gekommen. Zwei der syrischen Spieler vom Gast aus Neubrandenburg Platzverweise erhalten.
Gleich mehrere Polizeiwagen fuhren beim Kreisligaspiel vor.
Gleich mehrere Polizeiwagen fuhren beim Kreisligaspiel vor. privat/ZVG
Groß Miltzow.

Es war das unschöne und vorzeitige Ende eines Fußball-Kreisligaspiels. „Kleine Kinder am Rande heulten, weil sie das alles nicht verstanden”, sagte Tim Hoppe später. Der Trainer der zweiten Mannschaft des MSV Groß Miltzow hatte am Sonntagmittag das dritte Team des SV Motor Süd Neubrandenburg zu Gast. Eine Mannschaft, die durchweg aus syrischen Einwanderer besteht. Das Projekt geht bereits ins zweite Jahr.

Bis zur 76. Spielminute war es wohl eine normale Partie. Dann überschlugen sich die Ereignisse: „Erst gab es eine gelb-rote Karte für einen Neubrandenburger Spieler, der dann aber nicht den Platz verlassen wollte”, beschrieb Hoppe die Geschehnisse aus seiner Sicht. „Der Neubrandenburger Trainer, der sich selbst eingewechselt hatte, kam hinzu. Der Schiedsrichter wurde geschubst und verbal attackiert. Er zeigte dem Trainer die rote Karte. Es kam zur Rudelbildung. Der Schiri brach daraufhin das Spiel ab. Damit machte er das einzig Richtige.” Danach hätten Ordner, Groß Miltzower und auch Spieler der Gäste versucht, einige aufgebrachte Akteure von Motor Süd zu beruhigen.

 

Da das zunächst nicht gelang, sei die Polizei gerufen worden, so Hoppe. Als diese mit mehreren Beamten aus den umliegenden Revieren zum Platz kam, hatte sich die Aufregung allerdings wieder gelegt, wie die Polizei selbst später bestätigte

Schiedsrichter erstattet Anzeige

Man habe sich während des Spiels bereits ungerecht vom Schiedsrichter behandelt gefühlt, sagte Gäste-Trainer Mustafa Ibrahim dem Nordkurier. Auch die Beleidigungen aus Reihen der Zuschauer hätten seiner Mannschaft zugesetzt. Den Platzverweis könne er nicht nachvollziehen.

Es ist nicht das erste Mal, dass es um die dritte Mannschaft von Motor Süd Aufregung gibt. Schon vergangenes Jahr im Stadtderby gegen die zweite Mannschaft des SV Blau-Weiß Neubrandenburg ist es wegen Undiszipliniertheiten zu einem Spielabbruch gekommen.

Diesmal könnten die Handlungen schwerwiegende Konsequenzen haben. Wie die Polizei mitteilt, sei der Schiedsrichter zwar unverletzt geblieben, habe jedoch wegen Körperverletzung und Beleidigung Anzeige erstattet.

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