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Ratteyer Reben reifen zu üppiger Ernte heran

"Vorzüglich" findet Winzer Stefan Schmidt den diesjährigen Ratteyer Rebensaft. Geschützt haben die Weinbauern ihre Rebstöcke unter anderem mit blauen Netzen, um Vögel fernzuhalten.
"Vorzüglich" findet Winzer Stefan Schmidt den diesjährigen Ratteyer Rebensaft. Geschützt haben die Weinbauern ihre Rebstöcke unter anderem mit blauen Netzen, um Vögel fernzuhalten.
Susanne Böhm

Die Privatwinzer rechnen mit einer außerordentlich guten Ernte. Mit Netzen haben sie ihre Rebstöcke vor gefräßigen Vögeln geschützt.

Ortega, Regent und Phoenix stehen in vollem Saft: Die Privatwinzer in Rattey, einem der nördlichsten Weinanbaugebiete Deutschlands, erwarten eine außerordentlich gute Ernte. Etwa 10 000 Liter Weiß- und Rotwein werden in diesem Jahr auf dem Schlossgelände gekeltert, schätzt Vereinsmitglied Stefan Schmidt. In den vergangenen drei Jahren waren es jeweils nur 2000 bis 3000 Liter, weil bitterer Frost und gefräßige Vögel für Verluste sorgten.

Jetzt aber haben die Winzer vorgesorgt. Zum Schutz vor Staren wurden Netze gespannt. Zusätzlich gibt eine Vogelschreckanlage Geräusche von sich, die den Rufen von Greifvögeln ähneln.Damit auch Frost den Weinstöcken weniger anhaben kann, wird mit wetterharten Sorten experimentiert. Solaris heißt eine davon. Mehr und süßere Beeren wollen die Winzer ernten – damit der „Ratteyer Lustwein“ Jahrgang für Jahrgang besser schmeckt. Am 14. September laden sie zum Winzerfest; die Tanznacht im Alten Reitstall am Schloss steht unter dem Motto „Gut behütet“. Höhepunkt des Abends ist die Wahl der Weinkönigin.