Betrugsmasche
Rechtsanwalt warnt vor perfiden Fax-Mitteilungen

In Neustrelitz ist eine neue Betrugsmasche aufgetaucht. Mit Faxen sollen Unternehmen und Freiberufler zum Abschluss von Datenschutz-Abos verleitet werden.
In Neustrelitz ist eine neue Betrugsmasche aufgetaucht. Mit Faxen sollen Unternehmen und Freiberufler zum Abschluss von Datenschutz-Abos verleitet werden.

Freiberufler und Unternehmen in der Region erhalten derzeit ominöse Schreiben, mit denen sie zum Abschluss eines Abos verleitet werden sollen. Ein Neustrelitzer Rechtsanwalt warnt vor der perfiden Masche.

Eine dubiose Firma verschickt massenhaft Faxe an Unternehmen und Freiberufler. Unter Berufung auf die neue Datenschutzverordnung versuchen die Abzocker, ihre Opfer dazu zu bewegen, kostenpflichtige Abos abzuschließen. Darauf weist die Neustrelitzer Anwaltskanzlei Tank und Bahr hin.

Neue Masche?

„Auch in unserer Region gibt es neuerdings diese Abzockversuche mit einer sogenannten Datenschutzauskunft-Zentrale”, warnte Rechtsanwalt Michael Tank am Freitag. Aus dem Kreis seiner Mandanten seien ihm erste Fälle bekannt. „In den dringlich gemachten Fax-Mitteilungen geht es angeblich um die korrekte Erfassung von Gewerbetrieben zum Basisdatenschutz nach der EU-DSGVO. Wer das beigelegte Formular ausfüllt und unterschreibt, ohne zuvor das Kleingedruckte gelesen zu haben, schließt ein Vertragsabo mit einer Laufzeit von drei Jahren und einem ominösen Basisdatenschutz-Beitrag in Höhe von 498 Euro zuzüglich Umsatzsteuer ab, der jährlich zu zahlen ist. Im Anschluss hieran wird man über die Wirksamkeit des Vertrages streiten und es werden Inkasso- und Anwaltsschreiben gewechselt”, erklärt Michael Tank die perfide Masche.

Die Masche scheint recht neu zu sein. Der Polizeinspektion Neubrandenburg wurden nach Auskunft von Sprecherin Diana Mehlberg bis Freitag noch keine Fälle angezeigt.