BEI WOLDEGK

Reichsbürger klemmt bei Verhaftung Polizisten in Tür ein

In einem Dorf bei Woldegk hat ein mutmaßlicher Reichsbürger zwei Polizisten verletzt, um seiner Verhaftung zu entgehen. Auslöser war seine Weigerung eine Geldstrafe zu zahlen.
Ein Reichsbürger wurde in einem Dorf bei Woldegk festgenommen. Zuvor hatte er zwei Polizisten verletzt (Symbolbild).
Ein Reichsbürger wurde in einem Dorf bei Woldegk festgenommen. Zuvor hatte er zwei Polizisten verletzt (Symbolbild). Patrick Seeger
Woldegk.

Polizisten aus Friedland vollstreckten am Donnerstag um 21.10 Uhr einen Haftbefehl gegen einen 66-jährigen Mann, der in einem Dorf bei Woldegk lebt.

Um die Festnahme zu vereiteln, klemmte er zwei Beamte in der Eingangstür seines Hauses ein. Die Polizisten erlitten dabei leichte Verletzungen an den Armen, überwältigen aber den Beschuldigten und fesselten ihn.

Haftstrafe wegen Beleidigung

Da er sich weigerte, die Geldstrafe in Höhe von 3600 Euro wegen Beleidigung in fünf Fällen zu zahlen, wurde er zu ersatzweisen Verbüßung von 120 Tagen Freiheitsstrafe in eine Justizvollzugsanstalt gebracht. Zusätzlich hat er sich ein weiteres Strafverfahren wegen Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte und Körperverletzung eingehandelt.

Nach bisherigen Erkenntnissen der Polizei soll der Rentner der Reichsbürgerszene angehören. Am Donnerstag gab es eine Razzia der Polizei gegen die Szene. In Berlin, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern wurden vier Wohnungen oder andere Räume durchsucht. Laut Berliner Staatsanwaltschaft hatte man dabei eine Gruppe namens „Geeinte deutsche Völker und Stämme” im Visier.

Reichsbürger erkennen den Staat Bundesrepublik Deutschland, seine Gesetze und Behörden nicht an und wehren sich teilweise gewaltsam gegen staatliche Maßnahmen. Bundesweit soll es nach Angaben des Verfassungsschutzes rund 19.000 Mitglieder dieser Szene geben.

Stadt. Land. Klassik! - Konzert in Woldegk

Kommende Events in Woldegk (Anzeige)

zur Homepage